Immer wieder mal bewegt sich etwas rund um die drei leerstehenden Häuserblocks. Die Gartenanlage wird gerichtet, ein Klingelschild angebracht. Trotzdem könnten hier längst Menschen wohnen, denken offenbar viele Nachbarn, darunter auch SÜDKURIER-Leser und wundern sich angesichts der Wohnungsnot in Konstanz.

Ein Block soll für bezahlbaren Wohnraum sorgen

Für Aufklärung sorgt Markus Witzke, Geschäftsführer der Hoffnungsträger Stiftung. Die Stiftung hatte die Wohnblocks im Schmidtenbühl selbst erst im Frühsommer erworben. „Eines der Häuser behalten wir und vermieten die Wohnungen als bezahlbaren Wohnraum“, erläutert Witzke. Das entspreche dem Stiftungszweck. Die Stiftung ist aus Kapital des Pharmaunternehmers Merck entstanden, sein jüngster Sohn verwaltet sie. Sie setzt sich für die Integration von Flüchtlingen und andere soziale Zwecke ein.

Zwei Gebäude sind wieder verkauft

Die beiden anderen Häuser habe die Stiftung weiter verkauft, so Witzke, dies diene der Refinanzierung. Wer in das Gebäude einzieht, das im Besitz der Hoffnungsträger Stiftung bleibt, ist noch nicht klar. Geschäftsführer Witzke arbeitet dabei aber eng mit der Stadtverwaltung zusammen. „Wir sind in engem Austausch“, bestätigt Christoph Sigg, Leiter des Amts für Liegenschaften, nun gehe es darum, dass die richtigen Personen eine Chance bekämen, dort zu wohnen. „In jedem Fall nur Personen mit Wohnberechtigungsschein.“

Ortsvorsteher erfreut, dass es vorangeht

Roger Tscheulin, Ortsvorsteher von Dettingen-Wallhausen, ist froh, dass es bei den Wohnblöcken im Schmidtenbühl vorangeht. „Gut, dass sich dort etwas tut“, sagt er auf Nachfrage des SÜDKURIER, ein Leerstand sei nie ein gutes Erscheinungsbild. Immer wieder höre er auch, dass geförderter Wohnungsbau in Dettingen schwer zu vermarkten sei – jedenfalls treffe das auf den klassischen Vermieter zu; eine Stiftung tue sich vielleicht weniger schwer.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Konzept der Stiftung

Auf das Konzept, das die Hoffnungsträger Stiftung umsetzen wolle, sei er gespannt. Die Stiftung hat ihre Vorstellungen bereits den Anwohnern des Alten Bannwegs in Konstanz vorgestellt. Dort sollen vier Häuser entstehen, die jeweils zur Hälfte mit Flüchtlingen und Einheimischen besetzt werden. Auch im Alten Bannweg handelt es sich um geförderten Wohnungsbau.