Die Stadtverwaltung hat an der Schänzlebrücke zwei Blitzanlagen installieren lassen. Sie sind der letzte Baustein eines städtischen Konzepts der Geschwindigkeitsüberwachung. Die Inbetriebnahme der beiden Radaranlagen war zunächst für Ende August geplant gewesen. Nun hatte sie sich aber wegen Lieferschwierigkeiten der beauftragten Firma verzögert. Die Anlagen sind nun in Position, in Betrieb genommen werden sie aber erst Anfang Herbst, wie Ulrich Hilser, Pressesprecher der Stadt, erläutert. Tempo 60 ist auf der Schänzlebrücke erlaubt, an der nordwestlichen Rampe darf man derzeit nur Tempo 30 fahren.

Erste Bilanz zeigt sehr viele Tempoüberschreitungen

Die Stadtverwaltung hatte Ende 2017 Blitzanlagen an sechs Standorten in Betrieb genommen. In einer ersten Bilanz war sie selbst erstaunt, dass es 3000 Geschwindigkeitsübertretungen in einem Monat gab. Nun hat das Bürgeramt bis zur Mitte des Jahres bereits 18.000 Bescheide über Ordnungswidrigkeiten ausgestellt, die auf Tempoverstöße zurück gehen. Zu vermuten ist, dass diese Zahl sich im zweiten Halbjahr deutlich erhöht, wenn nun auch an der Schänzlebrücke die Geschwindigkeit überwacht wird.

Schänzlebrücke als Schwerpunkt für zu schnelles Fahren

Die Stadtverwaltung betont dabei, dass es ihr bei dem Konzept nicht um die Einnahmen gehe, die sie mit den Bußgeldern generiere. Die Funktion der Blitzer bestehe darin, die Autofahrer zur Einhaltung der Geschwindigkeit zu bringen, schreibt Hilser. Die Schänzlebrücke gilt als ein Schwerpunkt für zu schnelles Fahren. Hier haben sich wenige, aber schwere Unfälle ereignet, unter anderem verunglückten 2008 fünf Schweizer im Auto, es gab 2015 und 2016 zwei tödliche Fahrradunfälle, 2016 starben zudem ein Motorradfahrer und der Sozius eines Motorradfahrers.

Insgesamt 650000 Euro investiert

Zur Umsetzung des Konzepts hat der Gemeinderat 2016 Investitionsmittel in Höhe von 650.000 Euro bewilligt. Die übrigen Blitzer sind an der Reichenaustraße, Mainaustraße, Gartenstraße, Steinstraße, an der Laube und Im Loh in Litzelstetten installiert. Nicht alle Kameras sind zu jeder Zeit in Betrieb.