In der ZDF-Talkrunde mit dem Titel "Viel Arbeit, wenig Geld - lohnt sich Leistung heute?" vom Donnerstagabend konnten ausgewählte Bürger mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und dem CDU-Politiker Jens Spahn über ihre Situation diskutieren.

So bezeichnete ein 57-jähriger ehemaliger Siemensianer Zeitarbeitsverträge nicht als Sprungbrett in eine Festanstellung, sondern als Sackgasse. Eine selbstständige Friseurin begrüßte die Einführung des Mindestlohns und ein BASF-Angestellter beklagte sich, dass er bereits mit einem Jahreseinkommen von 54.000 Euro den Spitzensteuersatz bezahlen müsse. 

Kurz vor Ende der Sendung hatte die promovierte Sprachwissenschaftlerin Finke, die seit 2014 für das Junge Forum Konstanz (JFK) im Konstanzer Gemeinderat sitzt, ihren Auftritt. Die alleinerziehende Mutter dreier Kinder ist als Autorin und Bloggerin bundesweit bekannt. Im Sommer 2015 löste sie mit ihrer Forderung nach Abschaffung der Bundesjugendspiele eine Welle der Empörung aus

Bei Illner legt sie den Finger in die Wunde. Trotz guter Ausbildung sei es für sie schwierig, eine Festanstellung zu finden, da viele Firmen in der 50-Jährigen nur ein "unkalkulierbares Risiko" sähen. Der Selbstständigen, die von der Politik eine Alleinerziehendequote fordert, drohe deshalb die Altersarmut. Weder Jens Spahn (CDU) noch Arbeitsministerin Nahles (SPD) gehen auf diese Forderung ein. Einig sind sich am Ende nur alle darüber, säumige Unterhaltszahler empfindlicher zu bestrafen. 

Hier können Sie sich den Auftritt von Christine Finke ansehen.