„Es hat sehr viel mehr Aroma als ein typisches Pils“, stellt Oberbürgermeister Uli Burchardt, seines Zeichens Diplom-Biersommelier, fest. Er hält das Pilsglas in der Hand, nimmt das Bukett auf, trinkt einen Schluck und beschreibt: „Es ist sehr frisch, hat eine angenehme Süße, ein intensives Hopfenarmona, das nicht bitter ist: ein blumiges, fruchtiges Geschmackserlebnis.“ Burchardt ist begeistert vom neuen Bier mit Namen „Bodensee-Pils“ der Konstanzer Brauerei Ruppaner: „Nach dem Konzilbier 1414 ist es das zweite Mal, dass Ruppaner ein ungewöhnliches Bier mit eigenem Stil präsentiert.“

Karl-Bernhard Ruppaner, Chef der Konstanzer Brauerei, nahm den 500. Jahrestag des deutschen Reinheitsgebots zum Anlass, ein neues Bier zu erfinden, das am 23. April, dem Tag des Bieres, erstmalig zum Ausschank kommen wird. „Wir sind der älteste Gewerbebetrieb in Konstanz, aber nichts das älteste Gewerbe“, meint Ruppaner mit einem Augenzwinkern. Erfahrung, wissenschaftliche Erkenntnis in Verbindung mit modernster Brauanlage und einer ganz neuen Rezeptur seien die wesentlichen Kriterien für das neue Bodensee-Pils in „einer Edelhopfung“. Die Idee zur außergewöhnlichen Bierrezeptur hatte Braumeister Dirk Höchsmann. Bei der Nürnberger Brauermesse lernte er im vergangenen Jahr die neue Hopfensorte Hallertauer Blanc kennen. Er dachte: „Daraus könnte man etwas machen.

“ Zunächst setzte er 100 Liter im Kleinsud an, wobei er fünf Hopfensorten verwendete: die Klassiker Hallertauer Tradition, Tettnang Tettnanger, Perle sowie die neuen Sorten Smaragd und Hallertauer Blanc. Der Versuch gelang und der 12 200-Liter-Kessel wurde rasch befüllt.

„Das braut uns so schnell keiner nach“, meint Karl-Bernhard Ruppaner. OB Burchardt sagt: „Die Brauerei Ruppaner ist ein Stück Kulturgut. Viele Städte haben ihre Brauereien auf einem Markt verloren, der sich schnell konzentriert.“ Er sei überzeugt, dass das Pils viele Liebhaber finden werde.