Konstanz Konstanzer Altstadt-Böller-Verbot - ein zahnloser Tiger?

Komisch: Die Behörden sagen, das Feuerwerksverbot in der Konstanzer Altstadt sei eingehalten worden. Altstadtbewohner dagegen stolpern über einschlägigen Müll. Andreas Schuler hat dafür nur eine Erklärung – und macht sich so seine Gedanken über das nächste Verbot, das ansteht. Denn bald gilt ja der Fasnachts-Glas-Bann.

Das Böllerverbot ist für rund 360 Tage wieder in der untersten Schublade verstaut. Während Polizei und Stadt sagen, die Menschen hätten sich daran gehalten, sprechen die Bewohner der Altstadt eine andere Sprache. Und auch die zahlreichen abgebrannten Raketen- und Böllerreste lassen eher vermuten, dass hier und da ein innenstädtisches Feuerwerk abgebrannt wurde. Oder aber die Raketen kamen aus Petershausen angeflogen und haben sich nur in der Altstadt niedergelassen. Wer weiß das schon. Fakt ist laut der Behörden, dass niemand in flagranti erwischt wurde.

Wie praktisch für die Pyromanen, dass so ein Zündvorgang einer Rakete nur wenige Sekunden dauert. Gut, dass jetzt die Fasnacht vor der Tür steht. Wie sieht’s eigentlich da mit dem Böllerverbot aus? Das besteht weiterhin, heißt nur anders: nämlich Glasverbot. Nicht, dass eine verkleidete Flasche auf die Idee kommt, ein Glas in die Luft zu jagen. Das Problem ist auch hier die Landung, die einen Scherbenhaufen hinterlässt. Ein spanischer Cousin hat einst zu mir gesagt: „En Alemania todo es verboten.“ Hier sei alles verboten. Nur leider halten sich nicht alle daran.

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