Es ist nur ein Halbsatz, aber er sorgt für Empörung bei der Initiative Konstanzer Seebrücke. „Doch bei aller Hilfsbereitschaft müssen wir auch die Grenzen unserer Möglichkeit erkennen“, lauten die Worte, die Oberbürgermeister Uli Burchardt am 7. Dezember an Ministerpräsident Winfried Kretschmann schrieb.

Worum ging es in dem Brief?

Anlass ist das kürzlich tagelang auf dem Mittelmeer treibende Fischerboot „Nuestra Madre de Loreto“, auf dem sich zwölf Geflüchtete befanden und das keinen Hafen anfahren durfte.

Pascual Dura, Kapitän des spanischen Fischereischiffes Nuestra Madre de Loreto, das 12 Migranten vor der Küste Libyens gerettet hat, steht an Deck.
Pascual Dura, Kapitän des spanischen Fischereischiffes Nuestra Madre de Loreto, das zwölf Migranten vor der Küste Libyens gerettet hat, steht an Deck. | Bild: Javier Fergo, dpa

Konstanz und seine Bürger haben sich seit 2015 „sehr für geflüchtete Menschen engagiert und dazu beigetragen, dass viele von ihnen bei uns eine sichere Aufnahme gefunden haben“, schrieb Burchardt weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Nun aber weitere Flüchtlinge von der „Nuestra Madre de Loreto“ aufzunehmen, ist laut Burchardt im Hinblick auf die Wohnraumsituation in der Stadt nicht möglich. Auch wenn er dies aus humanitären Gründen für wünschenswert hielte. Die Stadt könne bereits „ihrer Verpflichtung in der Anschlussunterbringung leider nicht nachkommen“.

Sie wollen bei diesem Thema mitreden? Hier gibt es die Hintergründe

Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.