Nur noch ein Stumpf erinnert an einen der einst schönsten Bäume in Konstanz. Die Technischen Betriebe haben am Samstagvormittag damit begonnen, den Mammutbaum vor der Kirche St. Georg in Allmannsdorf zu fällen. Wer jemals zur Fähre oder auf die Mainau gefahren ist, kennt den mächtigen Baum. Nach Angaben der Stadtverwaltung war er so krank, dass er nicht mehr gerettet werden konnte.

Mit einem Hubsteiger und einem gewaltigen Hubgreifer haben Experten am Samstag zunächst alle noch vorhandenen Äste an dem Baum entfernt. Sie mussten wegen ihres großen Gewichts behutsam auf den Boden gelegt werden. Selbst kleine Stücke, die zu Boden fielen, kamen mit einem kräftigen Rums auf der weiträumig abgesperrten Fläche rund um den Baum auf.

Gegen Mittag sägten die Profis auch noch den Wipfel des Baumes ab. Bis Sonntag erinnert nun noch ein überdimensionaler Zahnstocher an einen Baum, der gerade vielen Menschen aus den Stadtteilen Allmannsdorf und Egg sehr ans Herz gewachsen war. Für die Fällung des mächtigen, noch immer rund 20 Meter hohen Stamms, wird die Kreuzung am Sonntagfrüh ab etwa sieben Uhr komplett gesperrt. Für Aztos und Stadtbusse ist eine weitärumige Umleitung eingerichtet. Nach bisheriger Planung wird die Strecke gegen Mittag wieder freigegeben.