Das Problem ist offensichtlich: Der Online-Handel boomt, es werden immer mehr Pakete ausgeliefert. Das tut der Konstanzer Innenstadt nicht gut: Die Transportlastwagen der großen Lieferdienste kommen schlecht durch Gassen, das Wenden bedeutet eine Gefahr für Fußgänger und die Umweltbelastung steigt durch das Anhalten und Anfahren.

Die CDU will die letzte Meile umorganisieren

Die CDU-Fraktion schlägt nun in einem Antrag für den Technischen und Umweltausschuss eine Lösung vor: Die Transporter sollen gar nicht mehr in die Innenstadt fahren. Auf der „letzten Meile“ von einem außerhalb gelegenen Verteilzentrum ins Stadtzentrum sollen die Waren und Pakete durch Radkuriere oder E-Scooter transportiert werden.

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Initiatorin der Idee ist Stadträtin Sabine Feist, die solche umweltschonenden Lieferdienste im Sommer in Montpellier beobachtet hat. „Die Städte müssen leerer werden“, sagt sie, „aber gleichzeitig muss man die Leute mitnehmen“. Ein Rad-Kurierdienst sei eine gute Alternative – die Kurierfahrer sind nah am Bürger und kennen sich in der Innenstadt besser aus als die Fahrer der Paketdienste.

Modellprojekte in Berlin, Stuttgart und Nürnberg

Ähnliche Modelle haben schon längst Schule gemacht. Es gibt mehrere Modellprojekte in München, Hamburg oder in Berlin, wo es den Kiezboten geben soll, der die Auslieferung auf der "letzten Meile" übernimmt und persönlichen Kontakt zum Kunden herstellt. In Nürnberg hat bei einem Pilotprojekt der Lieferdienst DPD herkömmliche Transporter durch Lastenräder ersetzt. Das Projekt wird von der Technischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet. Manche Projekte werden mit Landesgeldern gefördert.

Fragen und Antworten rund um die Idee

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