Wenn der Konstanzer Stadtgarten für seine jüngsten Besucher für ein paar Stunden zu einem Ort wird, an dem fast alles möglich ist und sie alles sein können, was sie möchten – sei es ein mutiger Feuerwehrmann, ein begnadeter Eishockeyspieler, ein Künstler, ein Musiker, Indianer, Gärtner oder was immer ihre Fantasie zulässt – dann ist wieder Kinderfest in Konstanz und Kreuzlingen.

63 Stationen mit vielfältigen Aktionen

Zum 17. Mal haben sich Vereine, Firmen und Institutionen zusammen mit dem Stadtmarketing und dem SÜDKURIER als Medienpartner bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen zusammengeschlossen, um ehrenamtlich und kostenlos den kleinen Konstanzern und Kreuzlingern unter dem diesjährigen Motto "Kultur spielerisch entdecken" einen unvergleichlich schönen Tag zu bescheren.

Und bei 63 Teilnehmern mit ihren vielseitigen Aktionsmöglichkeiten von Filzen, Hufeisenwerfen, Kinderschminken, Instrumente ausprobieren über T-Shirts und Taschen bemalen bis hinzu Mini-Curling oder einer Basketballaktion ist klar: Jeder findet sein Ding.

So auch der dreijährige Carlo, der auf der Spielwiese des Kinderkulturzentrums (KiKuZ) mit konzentrierter Miene seelenruhig stiftgroße Kanthölzer aus einem wackligen Turm herauszieht, der doppelt so hoch wie er selber ist, und sie an anderer Stelle wieder einsetzt.

Einige Stände weiter an der Station des Rosgarten-Museums hat sich das fröhliche Durcheinander etwas beruhigt. Mit dem Basteln von Papierrosen ist der Name der Kulturinstitution Programm und auch die kleinen Korkschiffchen sollen – getreu dem Motto des Kinderfestes "Kultur spielerisch entdecken" – ein Vorgeschmack auf die neue Ausstellung sein.

Seifen herstellen, Floß bauen, Indianerschmuck basteln

Die ganze Bandbreite grenzüberschreitender Spielmöglichkeiten steht auf dem diesjährigen Kinderfest auch der dreijährigen Caitlin erstmalig offen. "Wir waren zwar letztes Jahr auch schon da, aber da war sie noch nicht so fit. Jetzt kann sie endlich alles mitmachen", freut sich Mama Melanie Kugler. Nach dem Seifen herstellen, Floß bauen und Indianerschmuck basteln, darf nun auch Gestalten des Kult-Shirts am Stand des Stadtmarketings nicht fehlen, das Caitlin mit leuchtenden Farben anmalt.

Auch an der Station des Waldkindergartens war mit dem Basteln von Fadenbildern eine große Portion Fantasie und Kreativität gefragt. Denn als die fünfjährige Ida, die konzentriert bunte Fäden um Nägel auf einer Holunderholzscheibe wickelt, gefragt wird, was sie bastele, erklärt sie kurz und bestimmt: "Ein Kunstwerk." Ihr Papa habe ihr aber ein bisschen mit dem Hammer geholfen.

Für Idas Eltern ist es vor allem der Erlebnischarakter und die Zwanglosigkeit, die das Fest zu etwas ganz Besonderem machen.

Die in diesem Jahr erstmals teilnehmende Station des Spielmannszuges der Feuerwehr Konstanz ist schon von einigen Ständen Entfernung zu hören. In einem lustig-lauten Tonsalat schlagen die kleinen Musikanten begeistert auf Tamburin und Trommel oder blasen mit voller Kraft in die Piccoloflöte, um dem Instrument einen einzigen Ton zu entlocken. Den Reichenauer Kindern Severin und Valerie hat es besonders die Lyra und ein kleines Horn angetan. Mehrfachbesucher und Papa der beiden Sechsjährigen, Matthias Kalning, ist auch in diesem Jahr wieder begeistert von der gebotenen Aktivitätenvielfalt: "Für die Kinder sind die Spiele wirklich toll, sie können alles ausprobieren, was sie möchten."

"Flauschig und ganz weich" – so hat sich für die siebenjährige Lana das Kuscheln und gemeinsame Fotografieren mit der Kinderfest-Tanzmaus angefühlt und wurde so neben Riesenseifenblasen pusten, Enten angeln oder der Gestaltung des MTK-Kult-Shirts zu einem persönlichen Höhepunkt ihres dritten Kinderfest-Tages.

Nicht nur auf den Spielwiesen, sondern auch in der Konzert-Muschel des Stadtgartens standen die Kinder mit fetzigen Tanzeinlagen, anspruchsvollen Choreografien und Guter-Laune-Musik im Mittelpunkt des Geschehens und sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Zum ersten Mal standen bei der Wasserski-Show des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclubs in diesem Jahr die Jugendlichen auf den Skiern und demonstrierte dem staunenden und begeistert applaudierenden Publikum als Profis von morgen ihre überragenden Fahr-Fähigkeiten und waghalsigen Kunststücke.

Sportliches Geschick, Zielgenauigkeit und allem voran jede Menge Spaß forderte das Riesendart vom Partybüro Barthel am Stand des Hauptsponsors Engel & Völkers. So finden auch beim dreijährigen Leo zwei von drei Wurfgeschosse zielsicher ihren Weg auf die überdimensionale Scheibe.