Die neu aufgestellten Bänke der Marktstätten-Unterführung vor dem Konzil: nach wenigen Tagen mit pinker Farbe besprüht. Die Spieltische am Seerhein und im Paradies: zerstört. Plakate für den Wasserbus unter der Rheinbrücke nahe dem Bodenseeforum: zerrissen. Immer öfter scheinen öffentliche Dinge in Konstanz der mutwilligen Zerstörungswut einiger Unverbesserlicher zum Opfer zu fallen.

Auch auf Facebook häufen sich die Beiträge von Konstanzern, die von beschädigten oder kaputten Sachen berichten, wie etwa die Bänke am Hockgraben, die nach nur zwei Wochen zerstört worden seien, oder der Aufzug an der Z-Brücke in Petershausen, der innen und außen beschmiert worden sei. Doch haben die Fälle von Zerstörungswut tatsächlich zugenommen?

Ein mutwillig zerrissenes Plakat an der neuen Rheinbrücke.
Ein mutwillig zerrissenes Plakat an der neuen Rheinbrücke. | Bild: Zieger, Philipp

„Da bei uns Sachbeschädigungen dezentral behandelt werden, habe ich keine belastbaren Zahlen“, sagt Walter Rügert, Pressesprecher der Stadt Konstanz. „So etwas kommt zwar immer wieder mal vor, doch ganz subjektiv betrachtet, habe ich schon den Eindruck, dass dies in den vergangenen Wochen zugenommen hat“, fügt er hinzu.

In der Regel werden die Sachbeschädigungen von der Stadt Konstanz angezeigt. „Das hat auch haftungsrechtliche Gründe“, erklärt Walter Rügert, „die Stadt muss die zerstörten Dinge durch den Einsatz von Steuergeldern ersetzen. Und wenn der Verursacher erwischt wird, dann holen wir uns das Geld von ihm zurück.“

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Bis dahin werden die Bänke vor dem Konzilgebäude wohl auf Kosten des Steuerzahlers gereinigt, während an der Marktstätten-Unterführung weiter gebaut wird. Nach dem Vorbild der Treppe auf der gegenüberliegenden Nordseite soll die südseitige Treppenanlage vor dem Sparkassengebäude komplett neu errichtet werden.

Zeitgleich sanieren die Technischen Betriebe an einigen Stellen den Bodenbelag. Vor Beginn des Weihnachtsmarkts sollen die Arbeiten beendet sein. In einem weiteren Abschnitt soll das Areal vor dem BSB-Hafengebäude neu gestaltet werden.