Konstanz In Roller versteckt: 3000 Ecstasy-Pillen in Konstanz-Petershausen sichergestellt

Bereits am Mittwoch haben Rauschgiftermittler des Kriminalkommissariats Konstanz in einer Tiefgarage in Petershausen rund 3000 Ecstasy-Pillen entdeckt. Ein junger Mann hatte diese in seinem Roller versteckt.

Wie die Polizei Konstanz am Montag mitteilte, stand ein 23-Jähriger bereits seit einiger Zeit wegen des Verdachts des Drogenhandels im Fokus der Beamten. Bei einer richterlich angeordneten und am Mittwoch vollzogenen Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler zwar kein Rauschgift, aber mehrere Schlüssel, zu deren Herkunft sich der Mann nicht äußerte.

Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen gelang es schließlich, einen der Schlüssel einer Tiefgarage im Konstanzer Stadtteil Petershausen zuzuordnen. Dort stießen die Fahnder auf einen Roller, dessen Helmfach sich ebenfalls mit einem der aufgefundenen Schlüssel öffnen ließ. Darin wurden etwa 3000 Ecstasy-Pillen gefunden und sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz, erließ das zuständige Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 23-Jährigen, der zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

Außerdem muss sich ein weiterer 23-Jähriger wegen eines Drogendelikts verantworten, da in seinem - vor dem Roller geparkten - Pkw im Zuge der Ermittlungen zunächst eine Kleinmenge Marihuana, und bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung weitere rund 400 Gramm der Droge aufgefunden wurden.

Staatsanwalt Andreas Mathy erklärte auf Anfrage des SÜDKURIER, dass man bei einer Anzahl von 3000 Ecstasy-Pillen von einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln ausgehen darf, deren Besitz mit bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Mathy fügte hinzu: „Wie das Strafmaß schlussendlich ausfällt, hängt aber von vielerlei Kriterien ab.“ Zu diesen Kriterien zählt unter anderem, ob der Tatverdächtige vorbestraft ist – vielleicht sogar wegen ähnlicher Drogendelikte. Ob ein Geständnis abgelegt und damit der Tatvorwurf einräumt wird, Hintermänner, Lieferanten und Abnehmer benannt und damit weitere Ermittlungen unterstützt werden, kann sich zudem auf die Dauer einer möglichen Freiheitsstrafe auswirken.

Ebenfalls relevant für die Festsetzung eines Strafmaßes ist es, ob die Rauschmittel zu den sogenannten „weichen“ oder „harten“ Drogen gezählt werden. Wobei Ecstasy in dieser Einordnung mit anderen Betäubungsmitteln, wie Kokain oder Crystal Meth, fast auf eine Stufe gestellt wird. Sogar die Reinheit von gefundenen Drogen spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei der Urteilsfindung. Aus diesem Grund wurden die sichergestellten Pillen zur Untersuchung ans Landeskriminalamt übergeben.

Außerdem erklärte der Staatsanwalt, dass der Fund von großen Mengen an Drogen in Konstanz nicht zur Tagesordnung gehört. Allerdings meinte Mathy: „Ich habe so etwas in meiner bisherigen Laufbahn nicht nur einmal erlebt.“

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