Die Weichen für die Zukunft wurden in Dingelsdorf bereits im vergangenen Jahr gestellt. Mit der Gründung des Arbeitskreises Klimaschutz und Biodiversität im Herbst 2019 hat der Ortschaftsrat ein Gremium gebildet, um gemeinsam mit engagierten Bürgern dorfgerechte Lösungen zu erarbeiten, um im Kleinen einen Beitrag für die Zukunft zu leisten.

Wegweisende Entscheidungen bezüglich Wachstum und infrastruktureller Verbesserungen stehen in diesem Jahr an.

  • Klimaschutz: „Bei der Erderwärmung können wir das Rad nicht zurückdrehen, aber aus meiner Sicht ist es ein erstrebenswert, Lösungen zu finden, die pragmatisch umgesetzt werden können“, so Ortsvorsteher Heinrich Fuchs. Zahlreiche Bürger haben ihre Mitwirkung im Arbeitskreis Klimaschutz und Biodiversität zugesagt.
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  • Streuobstwiesen: Die Baumpatenschafts-Aktion der Bürgerstiftung Dingelsdorf-Oberdorf und der Bürgergemeinschaft DingelsDorfLeben: Eine 2000 Quadratmeter große städtische Wiese wurde zur Verfügung gestellt, wo eine Streuobstwiese angelegt werden soll.
Mit der Baumpatenschaftsaktion hat die Bürgerstiftung mit den Stiftungsräten (v.l.) Bernd Renner, Erwin Riede, Horst Scheu, Roland Romer, Heinrich Fuchs und Renate Schmitz einen Coup gelandet. Die neue Streuobstwiese ist voll. Der Ortschaftsrat will nun eine weitere Streuobstwiese realisiert realisieren.
Mit der Baumpatenschaftsaktion hat die Bürgerstiftung mit den Stiftungsräten (v.l.) Bernd Renner, Erwin Riede, Horst Scheu, Roland Romer, Heinrich Fuchs und Renate Schmitz einen Coup gelandet. Die neue Streuobstwiese ist voll. Der Ortschaftsrat will nun eine weitere Streuobstwiese realisiert realisieren. | Bild: Scherrer, Aurelia

Interessierte Bürger konnten eine Baumpatenschaft übernehmen, und damit nicht nur das Stammkapital der Bürgerstiftung aufbessern, sondern gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Die Aktion boomte.

18 Baumpatenschaften waren in kürzester Zeit vergeben. „Das Grundstück ist voll“, staunt selbst Heinrich Fuchs und fügt an: „Jetzt suchen wir die nächste städtische Fläche, denn wir wollen in diesem Jahr ein weiteres derartiges Projekt machen.“

  • Dorfentwicklung: Zunächst soll nur die Hälfte der 1,6 Hektar großen Fläche des Neubaugebiets Steinrennen II realisiert werden. Die andere Hälfte solle als Reservefläche dienen und erst bebaut werden, wenn es notwendig ist. Beim ersten Schritt würde Wohnraum für 30 bis 35 Familien geschaffen, so Fuchs. Baubeginn könnte 2023/2024 sein.

  • Infrastruktur: Damit leitet Heinrich Fuchs zum nächsten wichtigen Thema über: den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der voraussichtlich im Jahr 2024 fertiggestellt werden soll. Damit eröffneten sich für die Grundschule neue Möglichkeiten, denn dann würde das direkt neben der Schule liegende alte Gerätehaus leerstehen.
Die Raumkapazitäten der Grundschule Dingelsdorf (links) sind erschöpft. Wenn das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut ist, könnte das alte Gebäude (rechts) von der Schule genutzt werden, findet der Ortschaftsrat.
Die Raumkapazitäten der Grundschule Dingelsdorf (links) sind erschöpft. Wenn das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut ist, könnte das alte Gebäude (rechts) von der Schule genutzt werden, findet der Ortschaftsrat. | Bild: Scherrer, Aurelia

„Unser Wunsch ist, dass die Grundschule dann die freiwerdenden Räumlichkeiten nutzen kann“, äußert Heinrich Fuchs. Bereits jetzt ist die Schule räumlich zu klein; das Lehrerzimmer wurde bereits ins Rathaus verlegt.

notwendige Erweiterung der Grundschule

„Die Erweiterung des Raumangebots ist dringend notwendig, zumal die Schule in Zukunft stärker besucht werden wird“, meint Heinrich Fuchs. Er sieht im Umbau des alten Feuerwehrgerätehauses die optimale, bauliche Erweiterung.

  • Verkehr: Der gewünschte Radweg zwischen Dettingen und Dingelsdorf bleibt weiter ein Top-Thema im Ortschaftsrat, stellt Ortsvorsteher Heinrich Fuchs fest. Aktuell werde geprüft, ob es sich de facto um eine Kreisstraße oder lediglich um eine Gemeindeverbindungsstraße handle. Darüber hinaus würden jetzt die Möglichkeiten eines Carsharing-Angebots im Ortskern geprüft.

  • Rathaussanierung: „Und irgendwann sollten wir die Weichen für die Sanierung des Rathauses stellen“, blickt Heinrich Fuchs in die weitere Zukunft. „Das Gebäude ist 300 Jahre alt. Eine Generalsanierung wäre notwendig“, so der Ortsvorsteher, der nicht nur auf den feuchten Keller, das „nicht nutzbare Dachgeschoss in Premiumlage“, sondern auch auf die nicht vorhandene Barrierefreiheit zu sprechen kommt.
    In diesem Jahr will er den ersten Vorstoß wagen und dem städtischen Hochbauamtsleiter Thomas Stegmann das mangelhafte Gebäude mitsamt Sanierungswunsch präsentieren.