Das Paradies soll einen neuen Quartierraum im Palmenhauspark bekommen, als Ersatz für das frühere Sozialgebäude der ehemaligen Stadtgärtnerei. Der Sozial- und der Finanzausschuss stimmten für das Projekt. Mitglieder des Sozialausschusses stellten allerdings die Frage, ob das neue Haus nicht viel mehr Raum bieten müsste.

Café-Mondial-Betreiber wollen nicht „zu groß denken“

Im Neubau sollen das Café Mondial die Begegnungsarbeit zwischen Einheimischen und Flüchtlingen fortsetzen und auch andere Bürgergruppen Raum finden. Die Kosten für das Bauprojekt: 495.000 Euro. Der Sozialausschuss empfiehlt, das Raumprogramm nochmals zu überprüfen.

Sebastian Roller vom Vorstand des Café Mondial, das die Raumvergabe koordinieren wird, stellte im Ausschuss allerdings klar: „Wenn wir zu groß denken, dann schafft das der Café e.V. nicht mehr.“ Zu viel Raum sei für den Verein weder finanzierbar noch organisierbar. Im Vergleich zu vorher stehe mehr Fläche zur Verfügung.

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Bestehendes Gebäude wird bis Ende 2020 abgerissen

Der unterkellerte Neubau nimmt eine Fläche von 120 Quadratmetern ein. Herzstück ist ein 95 Quadratmeter großer Begegnungsraum mit einer 8,5 Quadratmeter kleinen Küche, kleinem Lager, Abstellraum und behindertengerechtem WC. Das neue Haus soll den Sozialbau der früheren Stadtgärtnerei ersetzen, welcher bis Ende 2020 abgerissen sein muss. Das neue Haus soll in direkter Nachbarschaft am historischen Palmenhaus erstehen.

Größeres Quartierszentrum auf künftigem Döbele-Areal?

Zahide Sarikas (SPD), Christine Finke (Junges Forum), Marcus Nabholz (CDU) und Achim Schächtle (FDP) plädierten dafür, besser großzügig als zu eng zu bauen. Viele Vereine seien inzwischen ohne einen Ort, an dem sie sich im Paradies treffen können, sagte Nabholz. Denn Gaststätten, die auch Vereinen Raum für Sitzungen anbieten, seien aus dem Stadtteil verschwunden.

Finke sprach sich dafür aus, den Neubau um ein Geschoss zu erweitern. Alfred Kaufmann, Leiter des Sozial- und Jugendamts, sagte, es sei lediglich ein Begegnungsraum geplant und kein Quartierszentrum mit eigenem Personal und viel größerem Raumvolumen. Dieses könnte aufs Döbele-Areal kommen.