Wer im Paradies wohnt, kennt die Parkplatz-Problematik bestens. Derzeit stehen an fast allen Ecken und Enden Parkverbotschilder – versehen mit dem Hinweis auf aktuelle Baustellen. Für Verdruss haben nun Parkverbotsschilder gesorgt, die auf Baustellen verweisen, die seit längerer Zeit beendet sind. In der Facebook-Gruppe "Du bist aus Konstanz, wenn..." hat ein User aus Konstanz seinem Ärger darüber freie Luft gelassen.

Unbürokratische Problemlösung der Stadt

Anja Fuchs von der Pressestelle der Stadt hat daraufhin ein Lehrstück in Sachen unbürokratischer Problemlösung geliefert und als Kommentar unter dem Facebook-Posting sofort folgende Stellungnahme veröffentlicht und gegenüber dem SÜDKURIER bestätigt: "Guten Morgen, die Kollegin aus dem Bürgeramt hat mit der Baufirma telefoniert, die Schilder werden umgehend entfernt. Die Firma hat die Situation geprüft und festgestellt, dass das Halteverbot aktuell tatsächlich nicht mehr benötigt wird, die Bauleiter vor Ort werden entsprechend darauf hingewiesen, das künftig besser im Blick zu haben."

Baufirma baut die Schilder auf und wieder ab

Grundsätzlich müssen auch private Bauträger auf dem Bürgeramt der Stadt eine rechtliche Genehmigung einholen. Dabei muss exakt angegeben werden, von wann bis wann die Baustelle betrieben wird und wo genau mit Beeinträchtigungen zu rechnen sein wird. Die Schilder werden dann in aller Regel von den Baufirmen aufgestellt- und dann wieder abgeräumt.

Parkverbot – auch während der arbeitsfreien Zeit

Sehr zum Ärger der Anwohner im Paradies gelten die Verbotsschilder auch am Wochenende. Von Freitagnachmittag bis Montagmorgen sind die Bauarbeiten zwar nicht in Betrieb, "doch es geht ja nicht nur um die aktive Arbeit wegen der Öffnungszeiten, sondern auch um eine eventuelle Gefahrenlage, die vielleicht auf den ersten Blick für den Bürger nicht zu erkennen ist", wie Anja Fuchs auf SÜDKURIER-Nachfrage erklärt. Die Aufgabe eines Straßenschildes sei "die Vermittlung einer klaren Botschaft, die keinen Interpretationsspielraum zulässt". Es gilt also vorerst: Wer parkt, macht sich strafbar – auch am Wochenende.

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