„Liebe Nadine, ich will, dass Du für alle Zeit ein Teil von mir bist. Willst Du mich heiraten?“

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Zwei Sätze, ein paar Wörter nur. Und doch so viel Aussagekraft. Michael Friedl und Nadine Schwarz. Eine Geschichte, die in keinem Jahresrückblick fehlen darf. Seit exakt zehn Jahren sind die beiden ein Paar, am 8. März 2008 kamen sie zusammen. Wer sie kennt, bezeichnet sie gerne als Traumpaar. „Irgendwann musste er mich ja mal fragen“, erzählt Nadine lachend und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ansonsten hätte ich ihn verlassen.“ Doch Michael wollte nicht einfach so zwischen Tür und Angel um ihre Hand anhalten. Er war auf der Suche nach dem besonderen Kick, an den sie sich den Rest ihres gemeinsamen Lebens erinnern sollten.

Michael Friedl und Nadine Schwarz auf dem Balkon ihrer Wohnung: Im September geben sie sich das Ja-Wort.
Michael Friedl und Nadine Schwarz auf dem Balkon ihrer Wohnung: Im September geben sie sich das Ja-Wort. | Bild: Andreas Schuler

500 Bilder vom glücklichen Paar

„Erst wolle ich einen kurzen Film drehen und dann mit ihr ins Kino gehen, wo dieser Film im Werbeblock laufen sollte“, erzählt Michael Friedl. Doch das war irgendwann zu kompliziert. Seine nächste Idee: Einen Antrag in aller Öffentlichkeit. Auf einem Werbeplakat. Mit Bild und Text. „Die Freundin eines Arbeitskollegen ist Grafikdesignerin“, berichtet der Bräutigam. „Ich habe ihr 500 Bilder von Nadine und mir geschickt und sie hat daraus das Plakat mit dem Spruch erstellt.“ Die Außenwerbungsfirma unterbreitete ihm ein Angebot – und schon war das Kind geboren.

An der Ecke Schwaketenstraße-Radolfzeller Straße, nur ein Steinwurf von ihrer gemeinsamen Wohnung entfernt, wurde der Heiratsantrag aufgehängt. „Nun hatte ich das Problem, dass Nadine das noch nicht sofort mitbekommen sollte“, sagt Michael Friedl und seine Liebste lacht laut. „Eine Kollegein hat mir mein Handy weggenommen, nachdem ich morgens zur Arbeit gefahren bin.“ Niemand sollte sie über das Vorhaben informieren – was irgendwie auch klappte bis zur Mittagspause des selben Tages.

...plötzlich kniete er vor ihr nieder.

„Ich holte sie von der Arbeit ab, wir wollten gemeinsam essen gehen“, erklärt Michael. „Ich habe ihr die Augen verbunden, das Auto geparkt und wir sind an der Grundschule vorbei Richtung Plakat gelaufen.“ Nadine wusste von nichts, hatte jedoch ganz tief in ihrem Herzen eine Vorahnung. „Das Lachen der Kinder, in den Autos an der roten Ampel die Menschen, die offenbar etwas mitbekommen hatten“, blickt sie zurück – etwas Großes kündigte sich an.

Michael nahm ihr die Augenbinde weg, kniete vor ihr nieder – und hielt um ihre Hand an. „Ich war sprachlos vor Glück“, sagt Nadine. Und als sie dann auf der anderen Straßenseite das riesige Plakat sah, war es endgültig um sie geschehen. „Ich wusste nicht mehr wo ich bin. Frauen um uns herum haben den Daumen nach oben gezeigt, gelächelt und sich mit uns gefreut.“ Es war zwar bitterkalt an diesem Tag – doch im Herzen war es Nadine Schwarz und Michael Friedel noch nie wärmer.

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„Ja, ich will.“

So sah der Heiratsantrag von Michael im Video aus:

Hier sprechen Nadine und Michael über den besonderen Heiratsantrag: