Mitten im Sommer ist es ernst mit der Fasnacht. Der Schmotzige Dunschtig mag erst wieder in 232 Tagen sein, aber die Zünfte und Vereine müssen sich früh Gedanken machen: um Genehmigungen und Sicherheitskonzepte, um Kosten, Zeit und Aufwand. Alles Faktoren, die das närrische Handwerk zunehmend schwerer machen. Die Stadt Konstanz sicherte nun zu, die Kosten für die Sicherheit der Veranstaltungen an Fasnacht auch künftig zu tragen. „Wir werden die Narren nicht im Stich lassen“, so Oberbürgermeister Uli Burchardt. Er sei zuversichtlich, dass dieses Vorhaben auch im Gemeinderat auf Zustimmung stößt, der über die Finanzen abstimmt.

Unterstützung nötig

Im Jahr 2018 lagen die Kosten für die Durchführung und Sicherheit der Fasnacht im städtischen Haushalt zusammengerechnet bei rund 75 000 Euro, so die Stadt. Für den Doppelhaushalt 2019/20 sind jeweils 90 000 Euro eingestellt. Das Geld geht nicht direkt an die Zünfte, die sich selbst verwalten. Sondern beispielsweise an die Sicherheitsfirma, die am Stephansplatz die Eingänge bewacht und Taschen kontrolliert. Kurzzeitig soll die Idee im Raum gestanden haben, dass die Zünfte eigenes Sicherheitspersonal auf den Straßen postieren. "Das wäre nicht leistbar gewesen", erklärt Andreas Kaltenbach, Präsident der Blätzlebuebe.

Explosion der Kosten

Dass OB Uli Burchardt und die Stadt nun finanzielle Hilfe zugesichert haben, begrüße er sehr. Er merkt aber auch an: "Die Kosten für Genehmigungen sind in den vergangenen Jahren explodiert." Wären diese nicht so hoch, wäre die finanzielle Hilfe nicht in dieser Höhe notwendig. Kaltenbach und weitere Vertreter der Zünfte berichteten bei einem Treffen im Rathaus von der zurückliegenden Fasnacht und erläuterten, wie sie mit den Sicherheitsauflagen und den damit verbundenen Kosten klarkommen. Dabei sicherte Burchardt den Vereinen die Unterstützung seitens der Stadt zu: „Wir werden auch für die immer neuen Anforderungen gemeinsam Lösungen finden". Einen wichtigen Beitrag für eine sichere Fasnacht leiste das Bürgeramt.