Seit der Musikverein Dingelsdorf sein dreitägiges Freiluftfest auf dem Kronenplatz den Titel Herbstfest verliehen hat, freuen sich die Ausrichter über bestes Hochsommerwetter. "Dieses Fest geht als heißestes Herbstfest in die Geschichte ein", schmunzelt Musikvereins-Pressesprecher Roland Romer. "Alles tiptop. Eigentlich hat nur ein Swimming-Pool gefehlt. Vielleicht sollten wir doch den Ala-Bock-Brunnen wieder laufen lassen, damit die Besucher ein Fußbad nehmen können", meint er lachend. Zumindest gibt es jetzt schon eine Idee für das kommende Jahr. Mit dem Verlauf des diesjährigen Festes sind alle sehr zufrieden. "Es war sehr entspannt und hat viel Spaß gemacht. Abends war es so voll, dass man sich gerade noch bewegen konnte", stellt Alois Martin, Vorsitzender des Musikvereins Dingelsdorf, fest.

Ortsvorsteher Heinrich Fuchs staunte, dass trotz der Hitze die Besucher schon frühzeitig auf den Festplatz kamen. "Am Freitag war der Platz schon um 19 Uhr voll. Wir haben das Fest früher schon eröffnet, als nur ein paar wenige Tische besetzt waren", erinnert er sich. Die Gäste schienen sich nach den unsicheren Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen nach gutem Wetter und Freiluftveranstaltungen gesehnt zu haben. Die Stimmung war dementsprechend vergnügt.

"Wir haben den Stehtisch annektiert!", jubelte beispielsweise Thomas Keller und präsentierte seine überaus heiteren Elferratskollegen des Narrenvereins Ala-Bock. Diese wiesen stolz auf die Dachverkleidung des Festgäste-Tisches. Dort prangte nicht nur ein Reserviert-Schild, sondern die Flagge des Narrenvereins. "Das ist unsere Freiluftzunftstube", stellte Ala-Bock-Präsident Florian Rossknecht im Brustton der Überzeugung fest und behauptete: "Wir halten hier unsere Ratssitzung ab. Tagesordnung: wie immer. Eine klassische Win-Win-Situation für uns. Der Vorteil: Wir sind in der frischen Luft, bekommen Essen und Getränke und vor allem müssen wir nicht aufräumen." Ganz so dramatisch war die Lage nicht, denn zur Ehrenrettung der Ala-Bock sei gesagt: Die meisten halfen an den Folgetagen als Partner der Musikvereinsmitglieder tatkräftig beim Standbetrieb mit.

Trotz Hitze verzichteten viele auch am Sonntag auf einen Dauerstrandbesuch und kamen aufs Fest. Viele heimische Küchen blieben unberührt, denn das Mittagsessen beim Herbstfest war zu verlockend. Gerne schlenderten sie über den Flohmarkt, wo an mehr als 30 Ständen Preiswertes, Nützliches und Interessantes angeboten wurde.

Die Kinder überraschte der Musikverein mit einer Neuheit. Die Veranstalter richteten erstmals eine Kinder-Olympiade aus. Die Ideen wurden während des gerade zu Ende gegangenen Jugendlagers geschmiedet. Jugendleiter Sebastian Mauz testete zuvor die einzelnen Stationen. "Das hier ist unsere Trompetenpumpe. Obwohl sie mit Wasser gefüllt ist, kann man noch einen Ton herausbringen", erläuterte er. Das war ein Leichtes. Der Triangelzielwurf hingegen brachte auch Mauz an seine Leistungsgrenzen, aber er schaffte es und die Musikerkollegen hinter den Ständen jubelten.

Das Fest

Das Dingelsdorfer Herbstfest wird vom Musikverein Dingelsdorf organisiert. Alois Martin, Vorsitzender des Musikvereins Dingelsdorf, freut sich über ein gelungenes Dreitages-Fest in diesem Jahr. Er ist stolz auf alle Helfer, besonders die Kinder und Jugendlichen, denn: "Die sind absolut motiviert und engagiert." Das 34. Herbstfest findet vom 25. bis 27. August 2017 statt. Welche Neuerungen es im kommenden Jahr geben wird, verraten die Veranstalter noch nicht. (as)

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