Auf dem Rad telefonieren

Dieses Vergehen wird meistens mit Autofahrern in Verbindung gebracht. Doch auch wer auf zwei Rädern unterwegs ist, greift anscheinend gerne zum Handy. 15 Prozent aller Verstöße von Fahrradfahrern in Konstanz und Umgebung im Jahr 2018 machten die unerlaubte Nutzung des Smartphones während der Fahrt aus.

Wer ohne Freisprechanlage telefoniert, muss ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro bezahlen.

Fahren ohne Licht

Etwas günstiger, aber auch häufiger ist das Fahren ohne funktionsfähiges Licht. Wenn das Licht zwar funktionsfähig, aber nicht eingeschaltet ist, muss man auch bereits ein Bußgeld zahlen. 20 Euro sind fällig, sobald man im Dunkeln nicht erkannt wird.

Fahren, wo man nicht fahren darf

Am häufigsten verstoßen Radfahrer gegen das Gesetz, weil sie dort fahren wo sie eigentlich nicht dürfen. Das sind aber meist nicht Straßen, sondern Fußgängerzonen und Gehwege. Ein Drittel aller Verstöße im vergangenen Jahr war dieser Art. Die falsche Nutzung der Wege kostet 15 Euro.

Rote Ampel

Wer eine rote Ampel ignoriert, muss nicht nur 60 Euro abgeben, sondern bekommt auch einen Punkt im Fahreignungsregister Flensburg.

Achtung am Bahnübergang

Richtig teuer wird es, wenn gegen die Wartepflicht an Bahnübergängen verstoßen wird. Bis zu 350 Euro könne hier fällig werden und zusätzlich gibt es einen Punkt.

Vergehen werden addiert

Für Punktesammler interessant ist auch, dass mehrere Vergehen addiert werden können. Will man nach einer Party zum Beispiel seinen Freund nach Hause bringen, dann sollte man Laufen durchaus als Alternative in Betracht ziehen. Bei alkoholisierter Fahrt mit jemandem auf dem Gepäckträger, dazu noch ohne Licht und unterwegs eine Ampel übersehen – die Summe dieser Vergehen könnte neben Bußgeldern und Punkten sogar zu einem MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung, landläufig auch "Idiotentest") führen.

Warum Fahrrad-Unfälle passieren

Bei Verstößen, die in einem Unfall resultieren, ist die Hauptursache nicht angepasste Geschwindigkeit und andere Fehler bei der Führung des Fahrrads. Ein weiterer häufiger Unfallgrund ist die Benutzung der falschen Fahrbahnseite.

Gut 3000 Radfahrer mussten in Konstanz 2018 zahlen

Rund um Konstanz wurden letztes Jahr vom Gemeindevollzugsdienst als auch von der Polizei insgesamt rund 3.130 Fahrradfahrer mit einem Bußgeld oder weiteren Auflagen versehen. Mündliche Verwarnungen sind hier nicht mit eingerechnet. Die Polizei schätzt die Anzahl der tatsächlich begangen Straftaten allerdings höher ein.

Auch ist ein klarer Anstieg im Vergleich zu 2017 zu erkennen, wobei die genauen Ursachen unklar sind. Die Polizei äußerte sich dazu wie folgt: "Ob diese Zunahme jedoch einen tatsächlichen Anstieg der Gesamtzahl begangener Verstöße abbildet oder eher auf eine verstärkte Kontrolltätigkeit zurückzuführen ist, kann aufgrund des sicherlich großen Dunkelfeldes nicht beurteilt werden."

Denn auch darüber, wieviele Kontrollen im Jahr 2018 durchgeführt wurden, können die Ordnungskräfte keine Angaben machen.