Woher das Gift im Boden kommt und seit wann die Altlasten auf den Grünflächen rund um Kinderhaus und Kinderkrippe des Montessori-Vereins schlummern, ist unbekannt. Als die Belastung bekannt wurde, reagierten Trägerverein, Stadt und das Gesundheitsamt des Landkreises sofort. Die Belastung mit bei liegt bis zu sechsmal über den Grenzwerten für Kinderspielflächen, die mit PCB bis zu 15-mal über dem Zulässigen. Die Grenzwerte für eine normale Grünfläche seien dagegen nicht überschritten, erklärte am Donnerstag Martin Wichmann, der Vizechef des städtischen Umweltamts.

Beide giftigen Substanzen sind in der ermittelten Konzentration dann bedenklich, wenn sie regelmäßig über den Mund aufgenommen werden. Giftige Gase seien nicht ausgetreten, und auch eine Aufnahme über die Haut sei auf den betroffenen Flächen kein Thema, erklärten Stadt und Verein am Donnerstag. Bei den Kindern seien keine Symptome festgestellt worden, die eine Verbindung mit den Altlasten nahelegen. 

Der Boden rund um die beiden Gebäude – der knapp zehn Jahre alte Neubau beherbergt 72 Kindergartenkinder und das Nachbarhaus 20 Krippenkinder – wird laut Stadtverwaltung bis zu einer Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern ausgetauscht. Zeit- und Kostenplan sind noch unklar, im Raum steht eine Sanierung im Sommer und Ausgaben von rund 200000 Euro, die Hälfte davon könnte das Land Baden-Württemberg übernehmen.