In der überraschend einberufenen Sondersitzung des Gemeinderats stimmten die Politiker einhellig für die Änderung des bestehenden Bebauungsplans und eine Zurückstellung des Baugesuchs.

Zur Begründung hieß es, der knappe Platz im Gewerbegebiet solle für andere Nutzungen reserviert werden. Mit 24 von 41 Stimmberechtigten war der Rat trotz des Termins in der Sommerpause beschlussfähig.

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Allerdings gab es auch Kritik an der Verwaltung, da diese schon seit Dezember 2017 von den Plänen des Investors wusste und das Thema auch in die letzte ordentliche Ratssitzung vor den Ferien am 19. Juli habe bringen können. Dem entgegnete Andreas Napel, der Leiter des Baurechts- und Denkmalamts, die Unterlagen seien erst Ende Juni vollständig gewesen.

Das wird ein Hotel: Ganz in der Nähe des jetzt diskutierten Projekts darf die Dr. Lang Group ein Gebäude mit 145 Gästezimmern errichten. Sie sollen aber an Langzeit-Mieter gegeben werden, die in Konstanzer Betrieben anfangen oder vorübergehend arbeiten.
Das wird ein Hotel: Ganz in der Nähe des jetzt diskutierten Projekts darf die Dr. Lang Group ein Gebäude mit 145 Gästezimmern errichten. Sie sollen aber an Langzeit-Mieter gegeben werden, die in Konstanzer Betrieben anfangen oder vorübergehend arbeiten. | Bild: Dr. Lang Group

Bauchschmerzen hatten einige Politiker, weil der Gemeinderat erst vor wenigen Monaten für ein Projekt in der direkten Nachbarschaft gestimmt hatte, das ebenfalls hotelähnlichen Charakter hat. Dort sollen 145 Zimmer für einen längerfristigen Aufenthalt entstehen. "Ungerecht" nannte es Susanne Heiß (Freie Wähler), dass ein großes Vorhaben durchgewunken und nun ein vergleichsweise kleines blockiert werde.

Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn erklärte, erst zwischen den beiden Entscheidungen habe der Gemeinderat erst die Wachstumsbremse für Hotels beschlossen.

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Außerdem sei das künftige große Apart-Hotel ausdrücklich dafür gedacht, dass Gewerbebetriebe dort Mitarbeiter auf Zeit unterbringen könnten. Ähnlich argumentierten weitere Stadträte. Andere hoben hervor, dass der Charakter von Stromeyersdorf als Gebiet für hochkarätiges Gewerbe mit hoch qualifizierten Arbeitsplätzen erhalten werden solle.