Die Veranstalter des Flohmarkts und des Seenachtfests dürfen sich gerade fühlen wie die Uefa oder das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Mini-Format. Die beiden mächtigen Sportorganisationen planten für 2020 mit dicken Einnahmequellen: eine länderübergreifende Europameisterschaft im Juni und die Spiele von Tokio im August.

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Beide zögerten mit der Absage. Das IOC so lange, dass dessen Präsident Thomas Bach wegen seiner abwartenden Haltung von Sportlern, Verbänden und Politikern heftig kritisiert wird. Klar, die Folgen einer Absage des Konstanzer Flohmarkts oder Seenachtfests liegen nicht einmal im Promillebereich davon; wirtschaftlich nicht, und auch nicht emotional.

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Auch vom Flohmarkt und vom Seenachtfest hängt viel mehr ab als das eigentliche Fest

Dass die Olympischen Spiele aus einem nicht-kriegerischen Grund abgesagt wurden, gab es schließlich noch nie. Dennoch hängt von den beiden Konstanzer Großveranstaltungen mehr ab, als die beiden Feste selbst: Die gerade heftig gebeutelten Gastronomen und Hoteliers werden sehr genau darauf schauen, ihre Häuser und Tische zu diesen Anlässen voll zu bekommen – so sie das im Sommer wieder dürfen.

Es ist nur logisch, dass die jeweiligen Veranstalter sich noch nicht aus der Deckung wagen und Flohmarkt wie Seenachtfest vorsorglich absagen.

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