Konstanz Freie Bahn für Radler erst im Frühjahr: Die Einrichtung der Fahrradstraße in der Jahnstraße verzögert sich

Ursprünglich hätte die neue Fahrradstraße schon im Sommer 2017 fertiggestellt sein sollen. Die Arbeiten sollen nun im Februar beginnen und im April abgeschlossen sein.

Passionierte Radfahrer müssen sich in Geduld üben. Eigentlich stand das Projekt ganz oben auf der Vorrangliste des Handlungsprogramms Radverkehr: Bereits im Sommer 2017 sollte in der Jahnstraße und Petershauser Straße vom Ebertplatz zum Zähringerplatz eine zweite Fahrradstraße eingerichtet werden, die an die Fahrradbrücke anschließt.

Geplant ist, dass Radfahrer die gesamte Breite der Straße für sich nutzen dürfen. Autos können die Straße weiterhin nutzen, müssen sich aber im Tempo an die Radfahrer anpassen. Bisher hat sich in dieser Sache jedoch immer noch nichts bewegt.

Die Polizei hatte Bedenken

Tatsächlich habe es Verzögerungen bei der Umsetzung der Fahrradstraße gegeben, berichtet Ulrich Hilser aus der Pressestelle der Stadtverwaltung. Die Abstimmungen zwischen Stadtverwaltung und der Polizei sowie dem Landratsamt hätten länger als ursprünglich gedacht gedauert, erläutert Hilser.

Ein Hauptgrund war, dass die Polizei Bedenken wegen der Verkehrsführung am Ebertplatz gehabt habe, dessen Südseite im Zuge der Einrichtung der Fahrradstraße umgestaltet wird. Inzwischen habe man die Bedenken allerdings durch eine Anpassung der Planung ausräumen können. Eine weitere Verzögerung kam durch Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium Freiburg zustande. Dabei ging es darum, wer die Kosten für die Änderungen übernimmt, die an der Ampelanlage am Ebertplatz notwendig werden.

Baubeginn soll jetzt im Februar sein

Die Bau- sowie vor allem die Markierungsarbeiten für die Fahrradstraße sollen nun im Februar in Abhängigkeit von der Wetterlage beginnen. Die Markierungen können nur bei warmer Witterung vorgenommen werden. An mehreren Stellen werden Tiefbauarbeiten notwendig sein, berichtet Hilser weiter. Unter anderem werden Bordsteinabsenkungen hergestellt, für die Asphalt benötigt wird.

Das Asphaltwerk, über das die Technischen Betriebe den Asphalt beziehen, habe allerdings im Winter geschlossen und liefere erst ab März wieder. Erst danach könne man mit den Markierungsarbeiten beginnen. Wegen der großflächigen Markierungen und der Gesamtlänge der Fahrradstraße von 700 Metern müsse in Abschnitten gearbeitet werden. Deshalb werde die Fahrradstraße voraussichtlich erst im April fertig gestellt sein.

Die geplante Fahrradstraße ist eine von vielen Maßnahmen aus dem Handlungsprogramm Radverkehr, das bereits im April 2016 vom Gemeinderat beschlossen worden war. Es war auf Eis gelegt worden, weil in der Verwaltung die Stelle eines Verkehrsspezialisten unbesetzt geblieben war. 510 000 Euro sind im Haushalt 2017/18 für das Handlungsprogramm vorgesehen.

Das Handlungsprogramm

Das Handlungsprogramm Radverkehr weist viele Maßnahmen auf, die dazu beitragen sollen, die Verkehrswege für Radfahrer sicherer und angenehmer zu gestalten. Unter anderem ist vorgesehen, den Bahnradweg neu zu bauen, Schutzstreifen in der Max-Stromeyer-Straße anzubringen und den Radweg an der Wollmatinger Bahnstation zu verbreitern. Gregor Gaffga, Radverkehrsbeauftragter der Stadt, soll über die Koordination der Maßnahmen wachen. Die Freie Grüne Liste hat zudem im Dezember 2017 beantragt, die Gebhardstraße zwischen Ebertplatz und Z-Brücke zur Fahrradstraße umzuwandeln. Darüber wird der Technische Ausschuss erst Ende 2018 entscheiden.

 

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