Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Dienstag ist kurz vor 12 Uhr ein Flugzeug vor Konstanz-Litzelstetten in den Bodensee abgestürzt.
  • An Bord der Piper Malibu Mirage auf dem Weg von Zürich nach Hamburg befanden sich zwei Personen - als Pilot ein 74 Jahre alter Schweizer und seine 75 Jahre alte Partnerin. Ihre sterblichen Überreste wurden im geborgenen Wrack des Flugzeugs aufgefunden.
  • Ein Teil der Kanzel des Flugzeugs konnte geborgen werden. Die Untersuchung der Wrackteile durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist abgeschlossen. 
  • Bilder, Videos und Berichte von der Bergung finden Sie hier.

Dieser Text wird laufend aktualisiert 

Update Freitag, 11.45 Uhr: Laut Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist die Untersuchung des Wracks in Konstanz abgeschlossen. Das Flugzeugwrack werde nicht nach Braunschweig transportiert, teilte BFU-Sprecher Germout Freitag auf Anfrage mit. Die Untersucher seien bereits auf der Rückreise - die Ergebnisse ihrer Ermittlung im Gepäck. Diese würden nun ausgewertet. Das könne einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Update Donnerstag, 17:00 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft haben die SÜDKURIER-Informationen, wonach bereits am Mittwoch die sterblichen Überreste der beiden Flugzeuginsassen geborgen wurden, inzwischen in einer Pressemitteilung bestätigt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft werde der Pilot obduziert, heißt es dort außerdem. 

Update Donnerstag, 15:45 Uhr: Wurden die Leichen der Fluginsassen inzwischen gefunden?
Wie mehrere zuverlässige Quellen dem SÜDKURIER bestätigten: Ja. Während Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch um 18 Uhr noch erklärten, die Insassen seien nicht aufgefunden worden und an dieser Darstellung auch am Donnerstag noch festhielten, sagen mit den Vorgängen vertraute Personen etwas anderes.

Demnach sind die Leichen bereits am Mittwoch entdeckt worden, nachdem die Trümmer der Kabine auf den Lastwagen des Technischen Hilfswerks gebracht wurden. Dass der 74-jährige Pilot und seine 75-jährige Begleiterin ums Leben gekommen sein müssen, war früh klar. Bereits wenige Stunden nach dem Absturz wurden bei Konstanz-Litzelstetten Teile ihrer sterblichen Überreste an Land gebracht. 

Update Donnerstag, 15:30 Uhr: Sobald die Untersucher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) die ersten Untersuchungen der Wrackteile abgeschlossen haben, wenden sich die BFU-Mitarbeiter den Zeugen des Absturzes zu. Dabei wird auch Bild- und Videomaterial sondiert. 

Update Donnerstag, 13.40 Uhr: Die Polizei hat die Bergungsarbeiten an der am Dienstag in den Bodensee abgestürzten Propellermaschine für vorerst beendet erklärt. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz sagte, dass die am Mittwoch geborgenen Wrackteile ausreichen würden, um die Ermittlungen nach der Unfallursache fortzuführen.

Noch ungeklärt ist, ob die geborgenen Flugzeugtrümmer zur weiteren Untersuchung nach Braunschweig transportiert werden. Dort befindet sich der Sitz der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Zwei Mitarbeiter der BFU sind derzeit in Konstanz in einer Halle des Technischen Hilfswerks dabei, die gefundenen Wrackteile zu untersuchen. 


Jens Friedemann, Experte bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU Braunschweig vor dem Gelände des THW Konstanz nach dem Absturz einer Piper Malibu in den Bodensee am 08.08.2017.
Jens Friedemann, Experte bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU Braunschweig vor dem Gelände des THW Konstanz nach dem Absturz einer Piper Malibu in den Bodensee am 08.08.2017.

Einer der beiden, Jens Friedemann, ist ein besonders erfahrener Untersucher, der auf größere Flugzeugunfälle spezialisiert ist und auch die Untersuchung des Unglücks von Überlingen 2002 geleitet hat. Bei seinem Kollegen handelt es sich um einen Flugzeug-Experten, der auf Maschinen von der Größenordnung des abgestürzten Kleinflugzeugs spezialisiert ist. Beide BFU-Mitarbeiter sind sowohl erfahrene Piloten als auch Ingenieure.