Der 24-Stunden-Flohmarkt in Konstanz hat längst Kultstatus. Zum Auftakt des grenzüberschreitenden Großereignisses kamen bereits Zehntausende.

Der kultige Flohmarkt lockt mehr Besucher an als das Seenachtfest. Mit 1000 Ständen und 80 000 Besuchern hatte Eric Thiel, Geschäftsführer der Marketing und Tourismus Konstanz GmbH (MTK) gerechnet, und stellt fest: "Die hatten wir auf jeden Fall."

Erleichtert ist er gemeinsam mit Projektleiterin Sina Gogler, dass die avisierten Gewitter ausblieben und nichts Gravierendes passiert ist. "Es war ein Flohmarkt der Superlative. Viel besser geht es nicht. Diese Großveranstaltung war ein Prototyp in vielerlei Hinsicht", wertet er und hebt hervor: "Der Flohmarkt bietet einen Mehrwert für Konstanz und ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor."

Gastronomie und Hotellerie würden von dem Anlass und den zusätzlichen Gästen profitieren. "Am Freitagabend gab es nur noch vier verfügbare Hotelzimmer", so Thiel.

Friedliche Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse

Für Veranstalter, Genehmigungsbehörden und Sicherheitskräfte ist diese Großveranstaltung ein Kraftakt. Das bestätigt auch Anja Risse, Leiterin des Bürgeramtes der Stadt. "Es ist schön, wenn viele Leute kommen, aber es birgt auch Risiken", stellt sie fest, erleichtert darüber, dass die Veranstaltung "im Großen und Ganzen ruhig und unauffällig" verlaufen ist.

Lediglich Autos, die nicht rechtzeitig aus den ausgewiesenen Parkverbotszonen entfernt wurden, mussten abgeschleppt werden; einige Stände mussten etwas zurückgebaut werden, damit die Durchfahrtsbreite für die Einsatzfahrzeuge eingehalten wurde. Anja Risse freut sich mit den Standbetreibern. "Es war sehr gut für die Händler und die Stimmung war toll", befindet sie.

Auch von Seiten des Konstanzer Polizeipräsidium wurde eine friedliche Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse attestiert.

Hier führte die Flohmarktmeile in diesem Jahr entlang

"Der Flohmarkt ist ein komplexes Werk", stellt Eric Thiel fest. Aufgrund der Baustelle am Rheinsteig musste die MTK die Flohmarktmeile in diesem Jahr anders lenken. Wichtig ist dem Veranstalter, dass die Flohmarktstände ohne Unterbruch von der Schweizer Grenze über die Laube an beide Rheinufer geführt werden. Erstmals wurden auch im Herosé-Park an der Verlängerung der Radbrücke bis zur Spanierstraße Standflächen ausgewiesen.

Allerdings war dieser Teilbereich so sehr bevölkert, dass Clemens Menge, Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Konstanz, am Samstagabend Bedenken hatte. Bei einem Wasserrettungseinsatz sei es eine wichtige Zufahrt. "Es würde spannend werden, die Fahrzeuge durch diese Menschenmassen zu manövrieren", meinte er. 2019 würde auf diese Standflächen verzichtet, so Eric Thiel. "Es war der Ausnahmesituation geschuldet", womit Thiel auf die Baustelle am Rheinsteig verwies.

Flohmarktbesucher und Standbetreiber waren ebenfalls zufrieden. "Er ist toll und die Atmosphäre wunderschön", schwärmte Beate Frick, die seit Jahren von Freudenstadt nach Konstanz reist. Sie würde sich wünschen, dass die Stände am Rheinufer bereits um 16 Uhr öffnen würden. Auch Eric Thiel wurde von vielen Besuchern angesprochen. Er schickte sie nach Kreuzlingen. "Die Anregung nehme ich gerne auf", sagt er. Monika Danegger und ihre Tochter Sandra stöberten begeistert von Flohmarktstand zu Flohmarktstand. "

Modenschau mit Männern in Damenkleidung wird zum Gesprächsthema

Die Auswahl ist riesig, die Qualität gut und die Atmosphäre entspannt", werteten die Damen. Monika Danegger monierte jedoch, dass viele Händler über Nacht einige Stunden ihre Stände geschlossen hatten. "Wir haben – wie die anderen auch – früher durchgehend unseren Stand offen gehabt", sagt Monika Danegger und regt als Tipp Standbetreuung in Schichten an. Sina Gogler will die Händler dazu motivieren.

"Es war wunderbar. Die Stimmung war super, das Wetter hat gepasst. Beim Flohmarkt treffen sich die Konstanzer auf ungezwungene Art", so der Konstanzer Standbetreiber Christian Filleböck. Vor allem genießt er die spontanen Intermezzi. Dieses Mal haben zwei Konstanzer Standbetreiber in seiner Nähe in der Nacht aus Gaudi Damenkleidung angezogen und eine kleine Modenschau gemacht. Diese Spontan-Einlage war am Sonntag nicht nur am Lutherplatz, sondern weit darüber hinaus ein beliebtes Gesprächsthema.

Der Flohmarkt 2018 in Bildern

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer

Bild: Aurelia Scherrer