Wolfgang Gensle ist es schon seit einiger Zeit, Heinrich Fuchs und Roger Tscheulin sind es seit Kurzem: Die drei Ortsvorsteher von Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen sind Mitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Damit ging ein lang gehegter Wunsch des Vorsitzenden Herbert Weber in Erfüllung. "Ich freue mich, wenn solche Repräsentanten dabei sind", betont Weber. "Es hat keine Überzeugungsarbeit gekostet", erklärt Tscheulin und gibt zu, das Thema immer wieder aus den Augen verloren zu haben. "Ich hätte früher beitreten können, aber besser spät als nie", sagt Fuchs, der seit über 40 Jahren ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist. "Ich sehe vieles, was im Hintergrund geleistet wird", fügt er hinzu. Der Förderverein ist um jedes neue Mitglied froh.

Wichtige Unterstützung bei Anschaffungen

Der Förderverein unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Konstanz bei vielen Aktivitäten oder Beschaffungen, die nicht aus dem Etat der Stadt Konstanz finanziert werden können. Er ist auf die finanzielle Unterstützung durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden angewiesen. "Die Stadt tut viel für die Feuerwehr. Das können wir drei sagen", fügt der Vorsitzende nachdrücklich hinzu und deutet auf zwei seiner Mitstreiter. Herbert Weber sitzt für die SPD, Roger Tscheulin und Heinrich Fuchs sitzen für die CDU im Gemeinderat, also dem Gremium, das den Haushalt der Feuerwehr beschließt.

Teure Reparatur steht an

"Der Förderverein finanziert beispielsweise ein Probenwochenende des Spielmannszuges mit. Oder wenn unsere Superfeuerwehrmänner in voller Montur bei internationalen Treppenläufen mitmachen. Ich komme da nicht einmal hinab, geschweige denn hinauf", erzählt Weber. "Oder den Austausch der Jugendfeuerwehr mit Fontainebleau im Rahmen der Städtepartnerschaft. Demnächst steht auch die teure Reparatur eines Motors von einem der beiden historischen Fahrzeuge an", erläutert Peter Renker.

Reibungsloser Kontakt

"Es ist auch wichtig, ideell und nicht nur materiell zu unterstützen. Man spürt von der Feuerwehr relativ wenig im alltäglichen Leben, aber wenn es darauf ankommt, ist sie da", betont Roger Tscheulin. Mit dem neunten Zug, jener Einheit der Feuerwehr, die in Dettingen zuhause ist, habe er immer wieder Kontakt. "Das geht reibungslos und geräuschlos", lobt er und betont: "Kleine Zeichen setzen ist wichtig."

Durch persönliche Ansprache überzeugen

In der nächsten Sitzung möchte Roger Tscheulin auch die Ortschaftsräte als Feuerwehrförderer gewinnen. Diese seien alles Kollegen, die einsehen würden, dass sie damit eine wichtige Aufgabe unterstützen. Auch Heinrich Fuchs will seine Räte ansprechen. Neue Mitglieder zu werben ist nicht einfach. Tscheulin setzt auf persönliche Ansprache. Fuchs erinnert an eine in Vergessenheit geratene Tradition: "Wir könnten die Jahresabschlussübungen wieder aufleben lassen. Das gab es früher in jedem Dorf." Und Weber betont: "Andere Blaulichtorganisationen schicken sogenannte Drücker auf die Walz, um an der Haustüre zu werben. Das wollen wir nicht machen."

Der Förderverein

Der Verein Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz wurde 1982 anlässlich des 125. Jubiläums vom damaligen Kommandanten Rudolf Santo gegründet. Er hatte einst weit über 400 Mitglieder. Derzeit sind es knapp über 100. In der Vergangenheit finanzierte der Förderverein unter anderem das erste Auto für den diensthabenden Einsatzleiter und die Innenausstattung des ersten Einsatzleitwagens. Nachdem sich diese beiden Anschaffungen bewährt haben, werden die Nachfolger über den städtischen Haushalt gekauft. (nea)