Wie macht man aus einem maroden Fußballstadion innerhalb von nur einer Woche eine atmosphärische Konzertarena? Genau vor dieser Frage stehen seit 31 Jahren die Veranstalter vom Rock am See. Mit jedem Jahr, das verstreicht, wird die Frage brisanter – der Zustand des Stadions wird kritischer. "Wir haben aus eigener Tasche schon in das Stadion investiert, um die größten Mängel zu beseitigen", sagt Dieter Bös, Festivalchef des Großereignisses, das am Samstag, 20. August, zum 31. Mal über die Bühne gehen wird.

Die Vorbereitungen sind jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Auch wenn vieles eingespielt ist, jede Band hat andere Wünsche und Bedingungen zu Ton und Licht, es gibt strenge Auflagen, die beachtet werden müssen. Seit Montag laufen nun die Arbeiten im Bodenseestadion. Rund 60 Mitarbeiter sind dafür im Einsatz. Der Aufwand dafür ist immens. Unzählige Lastwagen fahren gerade Richtung Bodenseestadion, liefern technische Geräte, Bühnenteile und sonstige Aufbauten. Ein paar aktuelle Zahlen aus diesem Jahr belegen den Aufwand.

59 Tonnen wiegt die gesamte Bühne. Die eingebaute Ton- und Lichttechnik bringt es auf 23 Tonnen. Alleine im Bühnendach hängen 227 Lampen und 114 Lautsprecher. Neun Stromaggregate sollen die Versorgung des Festivals sicherstellen. Zwei davon sind alleine für die Bühnentechnik vorgesehen.

Neben der Logistik ein weiteres wichtiges Thema für den Veranstalter – die Sicherheit der Besucher. Seit Jahrzehnten gibt es für Rock am See ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, das in jedem Jahr überarbeitet und fortgeschrieben wird. Übertreiben wollen es die Veranstalter damit auch nicht, die Besucher sollen nicht unnötig verunsichert werden, sagt Festival-Chef Dieter Bös. So sind kleinere Rucksäcke weiterhin im Stadion erlaubt. Kontrolliert werden sie am Eingang ohnehin, so Bös.


 Karten für Rock am See (83,30 Euro) gibt es in allen SÜDKURIER-Geschäftsstellen und über die kostenlose Telefonnummer (0800) 9991777.

Bus, Bahn und Fähre: So kommt man am besten zum Festival

Der Veranstalter rät von einer Anreise mit dem Auto ab. Rund um das Stadion gibt es keine Parkplätze, das gesamte Quartier um den Veranstaltungsort wird weiträumig abgesperrt. Deshalb gilt – besser umsteigen auf Bus, Bahn oder Fähre.

  • Bahn: Wer aus dem Norden anreist, fährt bis Singen. Dort dann in den Seehas Richtung Konstanz umsteigen, der fährt halbstündlich. Vom Bahnhof Konstanz aus gibt es kostenlose Sonderbusse zum Bodenseestadion. Auch zurück geht es problemlos mit der Bahn – um 23.22 Uhr, 0.22 Uhr, 0.52 oder 1:52 Uhr ab Bahnhof Konstanz
  • Busse: Zwischen Fährhafen Konstanz, Flughafen Konstanz, Hauptbahnhof Konstanz und Bodenseestadion verkehren am Samstag, 20. August, ab 9:45 Uhr neben den normalen Linien laufend Sonderbusse, die Festivalbesucher am Veranstaltungstag mit gültigem Rock-am-See-Ticket gratis nutzen können.
  • Fähre: Von Meersburg nach Konstanz fährt die Fähre am Wochenende zwischen 8 und 20 Uhr viertelstündlich. Auch nach Ende des Festivals verkehrt die Fähre regelmäßig.