Allensbach Fasnachtsauftakt des Narrenvereins Alet Allensbach: Der Gnadensee lockt nasse Narren

Die Allensbacher Alet feiern einen feucht-fröhlichen Fasnachtsauftakt mit ausgezeichnetem Bühnenchef, neuem Rat und einem bravem Fisch

Sauwetter am 11.11. kann’s geben. Aber diesmal passten der zugige Wind und die hohe Luftfeuchtigkeit wenigstens zum Fasnetmäntig-Motto. Denn als solches haben die Alet-Narrenräte „Der Gnadensee lockt“ gewählt, wie Alet-Präsident Ludwig Egenhofer beim Narrenloch auf dem Rathausplatz verkündete. Da fällt den Narren vielleicht umso mehr ein zu diesem wässrigen Motto, wenn sie eh schon nass sind.

Zunächst einmal galt es aber umgekehrt, etwas aus dem Gnadensee heraus in den Mühlebach zu locken – den Alet-Fisch natürlich. Denn erst, wenn die Narrenräte diesen aus den reißenden Fluten unter der Alet-Brücke gefangen haben, ist die Fasnacht in Allensbach offiziell eröffnet. Das ging diesmal ziemlich flott, obwohl die „Alet, kumm etz ussi“-Rufe des Narrenvolks, von Fanfarenzug, Hansele, Galgenvögel und Holzhauer etwas vom Winde verweht wirkten und nicht so dröhnend laut wie sonst waren.

Alet-Bühnenchef Bernhard Egenhofer (Mitte) wurde von Präsident Ludwig Egenhofer (mit Mikro) mit dem Goldenen Alet geehrt und durfte den echten Alet-Fisch küssen – zur Freuide von (von links) Andreas Marggrander, Pius Ditsche, Dominik Spießer und Friedbert Singler.
Alet-Bühnenchef Bernhard Egenhofer (Mitte) wurde von Präsident Ludwig Egenhofer (mit Mikro) mit dem Goldenen Alet geehrt und durfte den echten Alet-Fisch küssen – zur Freude von (von links) Andreas Marggrander, Pius Ditsche, Dominik Spießer und Friedbert Singler.

Doch das Alet-Exemplar stellte sich als braver Fisch heraus und ließ sich sogleich vom Vize Dominik Spießer fangen. Der Präsident folgerte närrisch: „Der hätt vermutlich au kei Luscht, bei dem Sauwetter länger im Bach zu schwimme.“ Und dieser Alet-Fisch war auch nicht so zappelig wie seine Artgenossen in den Vorjahren. Vielleicht aus Vorfreude, weil ihn gleich zwei verdienstvolle Narren aufs feuchte Maul küssen sollten? Denn der Präsident hatte diesmal zwei ehrenvolle Aufgaben im Bach. Mit dem Goldenen Alet in Silber zeichnete er Bernhard Egenhofer aus, den langjährigen Bühnenchef bei den Alet-Abenden. „Viele aktive Narren, die auf der Alet-Bühne gestanden sind, schätzen deine Art. Du hast alles im Griff und vor allem, was uns besonders freut, ein ganz junges Team um dich geschart“.

Mit Jürgen Götz konnte der Präsident noch einen neuen Narrenrat mit Mühlebachwasser taufen. „Du hast uns in den vergangenen Jahren unterstützt, wo es nur ging.“ Und daher werde der Lebenstraum des Götz von Allensbach, der vor 25 Jahren aus dem Glottertal kam, nun wahr: Er dürfe endlich in Gummistiefeln im Mühlebach stehen.

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