Die gute Nachricht kam am Samstag. Er habe es geschafft, eine Wohnung für seine Frau, sich und ihren wenige Tage alten Sohn Aaron zu finden, berichtete ein erleichterter Burhan Sadiku am Telefon. „Es hat sich alles zum Guten gewendet.“ Lange genug hatte sich die Familie Sorgen um eine Bleibe machen müssen.

Nach einem Wasserschaden mit anschließendem Schimmelbefall waren die Sadikus von ihrer Vermieterin aufgefordert worden, ihre 19 Quadratmeter große Einzimmerwohnung in Konstanz-Wallhausen für acht Wochen zu räumen.

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Das Problem: Burhan Sadiku und seiner zu diesem Zeitpunkt hochschwangeren Frau fehlten die finanziellen Mittel, auf die Schnelle eine Unterkunft zu finden. „Das Bürgerbüro hat uns angeboten, in eine Obdachlosenunterkunft zu ziehen. Aber mein Kind ist noch ein Säugling, dass kann ich ihm doch nicht antun“, sagte Burhan Sadiku noch am Freitag.

SÜDKURIER-Leser sind betroffen

Dieser Meinung waren auch viele SÜDKURIER-Leser, die einen Tag danach vom Schicksal der Familie erfuhren. Unabhängig voneinander meldeten sich innerhalb weniger Stunden fünf Frauen und Männer, die bereit waren, den Sadikus zu helfen: eine Wohnung am Zähringerplatz, ein Zimmer mit Küchenzeile, eine Dachgeschoßwohnung. Ein Leser, der selbst keinen Wohnraum anzubieten hatte, war sogar bereit sich an den Kosten für ein Hotel zu beteiligen, sollte die Familie keine andere Unterbringung finden.

„Ich bin sehr sehr dankbar für diese Hilfsbereitschaft“, sagte Burhan Sadiku. Zum Glück sei es ihm aber doch noch rechtzeitig gelungen, in der Nähe des Schwaketenbads eine bezahlbare Wohnung zu finden. „Die Nachbarin dort hat mich direkt auf den SÜDKURIER-Artikel angesprochen und mich umarmt“, zeigte er sich gerührt.

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Erledigt hat sich das durch den Wasserschaden entstandene Problem für die Familie allerdings noch nicht. Burhan Sadiku sagt, dass er noch nicht darüber informiert wurde, wer die durch den Wasserschaden unter seiner Badewanne entstandenen Kosten zu tragen hat.