Konstanz Experten diskutieren zum Thema Flüchtlinge in Konstanz

Wie wird sich die Stadt Konstanz durch die Flüchtlinge verändern? Was muss das Gemeinwesen leisten und wann stößt es an seine Grenzen? Über dieses Thema diskutiert am Mittwoch, 25. November, ein interessant besetztes Podium in der HTWG. Mitreden ist an dem Abend ausdrücklich erwünscht.

Es ist das Thema, das die Menschen im zu Ende gehenden Jahr bewegt hat wie kaum ein anderes: Wie geht unsere Gesellschaft mit der großen Zahl von Flüchtlingen um, die auch in Konstanz Schutz, Sicherheit und eine neue Heimat suchen? Wie verändert sich die Stadt durch ihre neuen Bürger? Wie werden die Ressourcen künftig verteilt und welchen Platz haben zukünftig diejenigen, die schon lange hier leben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine ungewöhnliche Diskussionsrunde am Mittwoch, 25. November, um 19 Uhr an der HTWG. Zum Abschluss des bundesweiten Wissenschaftsjahres mit dem Motto „Zukunftsstadt“ diskutieren drei Gäste, die sehr unterschiedliche Perspektiven einbringen, aber eine gemeinsame Überzeugung haben: Was in diesen Wochen getan oder unterlassen wird, hat weitreichende Auswirkungen für die Zukunft und fordert die Kraft jedes Gemeinwesens heraus.

In einer offenen und interaktiven Runde diskutieren folgende Experten mit den Gästen: Andreas Osner, Sozialbürgermeister der Stadt Konstanz, Anna Louban, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz, und Dirk Kirsten vom Café Mondial. Und mit ihnen sprechen die Gäste, die an dem Abend nicht nur Zuhörer sein sollen. Denn das Format der Runde ist die so genannte Fishbowl. Wie im Goldfischglas sitzen die Gesprächspartner in der Mitte, und zwischen ihnen ist stets ein Platz für jemanden, der oder die sich für eine Zeitlang der Gesprächsrunde anschließen will. Für die nächste Frage kann dann ein neuer Gast kommen.

Die Themen reichen von echter Willkommenskultur über das zivilgesellschaftliche Engagement über die Herausforderungen für Verwaltung und Politik bis zur wissenschaftlichen Einordnung des Phänomens Flucht und Migration. Im Zentrum steht dabei stets die Stadt Konstanz als Gemeinwesen, die ihren Anspruch ständig untermauern muss, tatsächlich ein Vorbild für Offenheit und Toleranz zu sein.

Der Auftakt des Abends macht ein Bezug von der Zeit des Konstanzer Konzils bis heute. Im Rahmen des zweiten Jubiläums- und Gedenkjahrs unter dem Leitmotiv „Gerechtigkeit“ hatte die HTWG-Designstudentin Damaris Keller ihre Broschüre „Gerechtigkeit: Was denkt Deutschland?“ erarbeitet. Sie ist im Rahmen der Projektreihe „Designer für Gerechtigkeit“ entstanden, mit der sich die Studiengänge Kommunikationsdesign am Konziljubiläum beteiligen. Sie vermittelt Allensbach-Umfrageergebnisse zu Fragen der Chancengleichheit und der Güterverteilung in Deutschland auf ungewohnte, optisch ansprechende Weise und wurde vom SÜDKURIER gedruckt.


Die Diskussion

Immigration, Integration, Intoleranz!? – Die Gesprächsrunde unter diesem Titel am Mittwoch, 25. November, in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) beginnt um 19 Uhr. Die Moderation übernimmt Jörg-Peter Rau, der Leiter der Konstanzer SÜDKURIER-Redaktion. Ort ist der Raum 007 im Gebäude L (Kommunikationsdesign, direkt am Seerhein). Der Eintritt ist frei, die Gäste sind ausdrücklich zum Mitdiskutieren aufgerufen. (sk)

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