Der Mann war vermutlich zu weit geschwommen und sei in Panik geraten, berichtet Markus Glatz, Sprecher des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen, das über die Einsätze der Wasserschutzpolizei am Bodensee berichtet. Der Schwimmer habe um Hilfe gerufen. Mehrere Ersthelfer seien sofort zur Stelle gewesen und hätten den Mann Mitte 30 an Land gebracht, bevor Feuerwehr und DLRG eintrafen, lobt Markus Glatz den vorbildlichen Einsatz der Schwimmer vor Ort.

Da der Schwimmer sich mehrfach übergeben musste, weil er offenbar Wasser geschluckt hatte, brachte ein Rettungswagen ihn vorsorglich ins Krankenhaus.

Dass sich Schwimmer überschätzen, kommt öfter vor

Clemens Menge, Vorsitzender der DLRG Konstanz, bestätigt, dass seine Einsatzkräfte nicht mehr tätig werden mussten. „Dass sich Schwimmer überschätzen, kommt im Moment häufiger vor“, berichtet er. Am Wochenende hätten vier Schwimmer am Hörnle-Strandbad nicht mehr aus eigener Kraft zurück ans Ufer schwimmen können, sagt er. „Sie haben sich alle vorbildlich verhalten, ruhten sich an der Plattform aus und schickten andere Schwimmer zu den DLRG-Kräften, um Hilfe zu holen“, berichtet Menge. Dass sich die Vorfälle häuften, könnte mit der sinkenden Wassertemperatur zusammenhängen, glaubt er.

Bisher konnten dieses Jahr am Hörnle alle gerettet werden

Jan Blessing, Bademeister am Hörnle-Strandbad, sieht es auch als allgemeines Phänomen. „Viele Schwimmer überschätzen Entfernung und Strömung. Das passiert immer wieder.“ In dieser Saison sei es bisher aber zumindest am Hörnle gelungen, jeden in Not geratenen Schwimmer zu retten.