Einem der Angeklagten hatte ein Zeuge, der bei den Geschädigten gearbeitet hatte, zwei Wochen vor dem Überfall ein paar Tage Unterschlupf gewährt, weil dieser von seiner Frau aus der Wohnung "rausgeschmissen" worden sei. Der Angeklagte habe ihn nicht nach der Familie und deren Umständen erkundigt, aber angegeben, dass er gute Bekannte "oben" (in Nordrhein-Westfalen, Anm. d. Red.) und Geld habe. Nach dem Überfall hatte er sich telefonisch bei dem Zeugen erkundigt, wieviel geklaut worden sei.

Spärlich waren die Erinnerungen eines Vermieters in der Bodenseergion: Wenige Wochen nach dem Überfall hatte er die Täter auf Fotos erkannt; vor Ort konnte er sie nicht eindeutig identifizieren. Ein weiterer Vermieter wusste noch Details: Dass das Quartett immer gegen fünf Uhr morgens zurückgekehrt war, was auch die Überwachungskamera aufgezeichnet hatte.

Dass die Angeklagten miteinander telefonisch in Kontakt standen, belegte die penible Auswertung der Mobiltelefone, bei denen Chatverläufe und Fotos registriert und in Zusammenhang gestellt wurden. Bei der Durchsuchung der Wohnung und des Autos eines Angeklagten in Ravensburg wurden unter anderem etliche Paar Arbeitshandschuhe, Kabelbinder und Klebeband gefunden und sichergestellt. Die DNA-Analyse an diversen Gegenständen ergab im Vergleich mit Mundhöhlenabstrichen teils eindeutige, teils diffuse Hinweise auf die Angeklagten. Als Fälschung stellten sich die Führerscheine heraus. Der Prozess wird am Freitag, 22. Februar, fortgesetzt.