Felix Petschkuhn hatte die Sache vom Schmotzigen Dunschtig längst vergessen. "In dem Moment, als wir die Tasche bei den Polizisten am Stephansplatz abgaben, war sie für uns erledigt", erzählt der 31-Jährige. "Es war doch selbstverständlich, dass wir das machen und nichts herausnehmen."

Die Besitzerin Ursula Wiedemann, die mit ihrem Mann Joachim, einem gebürtigen Allensbacher, ein paar Tage zur Fasnacht am Bodensee verbrachte, hatte nie und nimmer damit gerechnet, dass sie die Tasche schon am nächsten Tag wiedersehen würde – zumindest nicht mit Bargeld, Kredit- und Bankkarten.

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"Ich finde, dass das Verhalten der jungen Männer toll und lobenswert ist", sagte Ursula Wiedemann gestern auf dem Heimweg nach Hamburg am Telefon gegenüber dem SÜDKURIER, bei dem sich die ehrlichen Finder Felix Petschkuhn und Kai Müller meldeten. Sie lasen auf suedkurier.de von Ursula und Joachim Wiedemann. "Wir möchten uns gerne bei den Findern bedanken", kündigte das Ehepaar an.

Die Hamburgerin Ursula Wiedemann hat ihre an Schmotzigen verlorene Tasche wieder.
Die Hamburgerin Ursula Wiedemann hat ihre an Schmotzigen verlorene Tasche wieder. | Bild: Hanser, Oliver

"Wir möchten gar nichts dafür", sagte Felix Petschkuhn gestern Ursula Wiedemann, als der SÜDKURIER die beiden am Telefon zusammenbrachte. "Ich habe an Fasnacht vor ein paar Jahren mein Handy verloren und es wurde ebenfalls abgegeben", erzählt er. "Daran hatte ich mich auch erinnert. Das sollte normal sein."

Beim nächsten Besuch der Wiedemanns am Bodensee wird es trotzdem ein Dankeschön für die jungen Männer geben – in Form einer Einladung zum Abendessen.

Wieso wir uns so sicher sind, dass Felix Petschkuhn und Kai Müller tatsächlich die ehrlichen Finder sind? Ganz einfach: Sie wussten von einigen Details, die am Donnerstag nicht im SÜDKURIER standen.