Konstanz Ein Bündnis will auch bei der Fasnacht 2018 dafür sorgen, dass betrunkene Schüler die Ausnahme sind

Der Konstanzer Gesamtelternbeirat und das Jugendzentrum arbeiten wieder Hand in Hand, um Jugendlichen auch 2018 eine schöne Fasnacht zu ermöglichen – ohne Notarzteinsätze. Dafür gibt es schon einige Ideen, zu deren Durchführung noch Helfer gesucht werden.

Torkelnde 13-Jährige, dazu ein Scherbenmeer und niemand, der sich zuständig fühlt: Dieses Szenario am Schmotzigen Dunschtig wollen das Jugendzentrum Konstanz (Juze) und der Gesamtelternbeirat (GEB) endgültig hinter sich lassen. "Seit zwei Jahren schauen wir gemeinsam nach den Jugendlichen und entwickeln unser Konzept weiter", sagte GEB-Vorsitzende Alexandra Bek in der Gesamtelternbeiratssitzung im Suso-Gymnasium.

"Während wir im ersten Jahr angetrunkenen Jugendlichen eine Cola in die Hand drückten, setzten wir dieses Jahr früher an und gaben von Beginn an alkoholfreie Getränke und Essen an die jungen Leute aus. Das hat sich sehr bewährt, es gab nur noch eine Einlieferung ins Klinikum", so Bek. Sie zeigte sich begeistert, dass die Schüler die ehrenamtlichen Helfer dankbar willkommen hießen anstatt sich kontrolliert zu fühlen.

Projekt sucht noch Freiwillige Helfer

Auch 2018 kümmern sich Eltern und Juze am Schmotzigen Dunschtig um die jungen Närrinnen und Narren. Dafür werden noch jede Menge Freiwillige gesucht. "Wer ohnehin keine Lust auf Fasnacht hat oder einfach helfen will, darf sich gern melden", warb Alexandra Bek. Die Einsatzzeit sei zwischen 10 und 14 Uhr mit je einer halben Stunde Vor- und Nachbereitung.

Am Abend vor dem großen Treiben findet für alle Freiwilligen eine Schulung statt. Megi Barth, Elternbeirätin am Theo, machte Lust auf diesen Einsatz: "Das hat echt Spaß gemacht und war gar nicht schlimm", sagte sie in der Sitzung.

Stadträtin Gabriele Weiner (Junges Forum), Mitglied im Präventionsrat, appelliert zusätzlich an die Schulen: "Die Präventionsbeauftragten sollen bitte Anfang kommenden Jahres das Thema Wirkung von Alkohol thematisieren, vor allem in den siebten und achten Klassen." Außerdem sei es vielleicht möglich, die Befreiung durch die Narrenvereine weiter nach hinten zu verlegen, damit die Schüler erst ab etwa zehn Uhr auf den Gassen zu finden sind.

Die Fasnacht für Jugendliche habe sich ansonsten gut entwickelt, findet Gabriele Weiner und erinnert an den Schmotzigen in diesem Jahr: "Die Stadt wollte zwei Wochen vor dem Haupttag die Fasnacht für Jugendliche auf der Marktstätte kippen." Die Verwaltung blies aus Sorge vor Haftungsproblemen ein Bühnen-Jugendprogramm auf dem zentralen Platz wieder ab. "Niemand wollte verantwortlich sein, falls etwas passiert. Aber dann haben wir improvisiert, und es hat gut geklappt", sagte die Stadträtin.

Wer als Ehrenamtlicher am Schmotzigen helfen will, meldet sich bei Alexandra Bek: vorsitz@geb-konstanz.de.

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