Ende Oktober ist Schluss: Die Filiale der BB-Bank in Konstanz-Petershausen schließt für immer die Türen. Der Standort am Zähringerplatz 19 wird mit dem in der Oberen Laube zusammengelegt, bestätigt eine Sprecherin der genossenschaftlich organisierten Bank.

Die Kunden wurden Anfang September per Post über die Schließung informiert. Klaus Huber, der den Brief erhalten hat, beschreibt ihn "als eine als Werbung geteilte Mitteilung". Damit gibt es künftig nur noch eine Filiale der früheren Badischen Beamtenbank. Neben der drohenden Schließung der Postfiliale in der Moltkestraße fällt damit ein zusätzliches Dienstleistungsangebot weg.

Banken schließen im Stadtteil Petershausen

Christian Millauer, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Petershausen, hält die Entscheidung "aus wirtschaftlicher Sicht für verständlich". Dass Banken und Sparkassen immer mehr Filialen schließen, sei ein flächendeckender Trend, der kaum mehr aufzuhalten ist. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Zahl der Zweigstellen deutschlandweit von knapp 60.000 auf zuletzt 32.000 vermindert.

"Dennoch bedeutet die Schließung der BB-Bank ein weiteres Minus an Lebensqualität für die Bürger hier", sagt Millauer. In Petershausen schloss vor einiger Zeit bereits die Zweigstelle der Deutschen Bank in der Theodor-Heuss-Straße, der Postbank in der Moltkestraße droht nach derzeitigem Stand Ende dieses Jahres das Aus.

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Die BB-Bank-Filiale in Petershausen war vor fünf Jahren umfangreich umgebaut worden. An der Oberen Laube soll laut Unternehmenssprecherin Sandra Krismeyer ein "modernes Beratungscenter mit umfassenden Serviceleistungen" entstehen.

Mitarbeiter, die zuvor in Petershausen tätig waren, wechselten demnach in die Altstadt. Für Kunden sollen somit die Ansprechpartner dieselben bleiben. "Gerade für ältere Menschen ist die Verfügbarkeit in der Nähe aber wichtig", betont Christian Millauer. Nicht jeder könne oder wolle alle seine Bankgeschäfte online erledigen.

Auch zur Postbank-Schließung äußert sich die Bürgergemeinschaft noch einmal

Und nicht jeder will die Verlagerung der Postgeschäfte in einen ausgegliederten Shop hinnehmen. Deshalb wendet sich die Bürgergemeinschaft erneut gegen die Schließung der Postbankfiliale. Diese, heißt es in einem Schreiben an die Konzernleitung, müsse erhalten werden, da sie ein "Element der Daseinsvorsorge" sei.

Die neuerliche Forderung der Bürgergemeinschaft: Kein ausgegliederter Post-Shop, sondern eine voll funktionsfähige zentrale Postfiliale samt ausgebildetem Personal, barrierefreiem Zugang und einem vollen Angebot für Bankgeschäfte.