Januar: Polizei sprengt Drogenring

Anfang des Jahres gelingt es der Polizei durch umfangreiche Ermittlungen, einen internationalen Drogenschmugglerring im Kreis Konstanz aufzulösen. Rund neun Kilogramm Kokain und 300 Gramm Heroin mit einem Verkaufswert von etwa 720.000 Euro werden beschlagnahmt – genau wie 72.000 Euro, die vermutlich aus dem Drogenhandel stammen.

Ein Zollbeamter präsentiert am 17.05.2013 sichergestelltes Kokain auf einer Pressekonferenz des Zollfahndungsamts in Hamburg. Rund 250 Kilogramm Kokain mit einem Schwarzmarktwert von rund 16 Millionen Euro wurden innerhalb von 10 Tagen im März 2013 sichergestellt und am Freitag auf der Pressekonferenz präsentiert. Foto: Christian Charisius/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Symbolbild | Bild: Christian Charisius (dpa)

26 Haftbefehle werden vollstreckt und der Kopf der Bande, der eigentlich in Amsterdam wohnhaft war, wird Ende 2016 in Konstanz festgenommen. Die mehrheitlich aus Nigeria stammenden Angeklagten werden zu Haftstrafen von insgesamt mehr als 60 Jahren verurteilt. Einige Prozesse dauern noch an.

 

Februar: Einbruchserie bleibt ungelöst

Eine besonders dreiste Einbruchserie hält die Polizei in Atem. Im Sonnenblumenweg dringen Diebe innerhalb einer Nacht in gleich zwei Wohnhäuser ein, indem sie ein Loch von außen in den Fensterrahmen bohren, dadurch eine Schlinge fädeln und mit dieser den Griff betätigen. Das passiert, während die Bewohner im Haus sind.

Einbruch (Symbolbild).
Symbolbild | Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Damals sagt Polizeisprecher Bernd Schmidt: „Es ist sehr frech, in aller Seelenruhe in ein Haus einzusteigen, während die Bewohner oben in ihren Betten liegen und schlafen.“ Innerhalb einer Woche werden acht Fälle gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass die Einbrecherbande danach weitergezogen ist.

 

11. März: Streit endet mit Bluttat vor Shisha-Bar

Die Tat eines Jugendlichen schockiert die Konstanzer: Vor einer Shisha-Bar in der Fritz-Arnold-Straße hat er im Verlauf eines Streits mit einem Messer auf einen 19-jährigen Schweizer eingestochen – „völlig unvermittelt und ohne rechtfertigenden Grund, allein aus Langeweile und zum Zwecke der Machtdemonstration“, wie es im Tatvorwurf wörtlich heißt.

Der Ort des Verbrechens: Freunde und Verwandte stellten auf dem Parkplatz vor der Konstanzer Shisha-Bar Blumen und Kerzen auf.
Bild: Jörg-Peter Rau

Der Anklagevorwurf gegen den 17-Jährigen lautet auf Mord. Zudem sollen er und sein 21-jähriger Begleiter in der Tatnacht auch einen Freund des Getöteten durch Schläge verletzt haben. Der Prozess gegen die beiden beginnt am 23. Januar 2018 und dauert voraussichtlich bis Ende Februar.

 

12. April: Obdachlose wird verletzt und beraubt

Eine obdachlose Frau wird unvermittelt von einem Mann attackiert. Sie schläft in der Tatnacht im Eingangsbereich einer Bank in der Altstadt. Der 20-jährige Täter betritt die Bank und schlägt auf die wehrlose Frau mit einer Bierflasche ein – derart brutal, dass die Flasche zerbricht. Die 50-Jährige zieht sich im Gerangel eine lebensgefährliche Schnittverletzung an den Scherben zu.

Bild: Claudia Rindt

Danach macht sich der Täter daran, die wenigen Habseligkeiten seines Opfers zu durchsuchen, um sich von der Beute Drogen zu beschaffen. Kameras filmen die Tat und der Angreifer ist schnell ermittelt. Im Herbst wird der junge Mann zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

 

26. Mai: Verkehr in der Altstadt bricht zusammen

Der sonnige Brückentag nach Christi Himmelfahrt führt zum Verkehrskollaps in der Altstadt. Bereits morgens um elf Uhr gibt es rund um das Lago kein Voran und kein Zurück mehr. Alles steht still. Der Stau bleibt bis in den Abend und sorgt dafür, dass vor allem auf der Bodanstraße, am Döbele, am Zoll sowie auf der Laube nichts mehr geht.

Morgens um 11 Uhr in Konstanz: Viele Urlauber und auch Konstanzer nutzten den Brückentag für einen Einkauf in der Konstanzer Innenstadt. Bereits am frühen vormittag gab es nur noch wenige freie Parkplätze und dichter Verkehr schlängelte sich durch die Bodanstraße. Foto: Oliver Hanser.
Bild: Oliver Hanser

Auch die Stadtbusse sind betroffen. Da sie immer wieder auf der Kreuzung am Schnetztor feststecken, kommt es zu teils massiven Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr. Erst am späten Abend löst sich die Blechlawine auf. Wegen der schleppenden Grenzabfertigung wird der Zoll für die Misere verantwortlich gemacht.

 

20. Juni: Zwei Badeunfälle enden glimpflich

Gleich zwei junge Männer haben an einem Tag Glück im Unglück. Beide bekommen an diesem Tag im Wasser gesundheitliche Beschwerden und werden durch die Aufmerksamkeit Dritter gerettet. Erst erleidet ein 24-Jähriger beim Baden am Hörnle einen Schwächeanfall, wird aber schnell von einer Frau an Land gebracht.

Bild: Feuerwehr Konstanz

Dann gerät ein 16-Jähriger am Seerhein in Not, als ihn aufgrund körperlicher Probleme im Wasser die Kräfte verlassen. Doch seine Freunde schaffen es, ihn auf einen Pfeiler der Fahrradbrücke zu ziehen und setzen einen Notruf ab. Durch das beherzte Eingreifen der anderen besteht für beide Badende zu keiner Zeit Lebensgefahr.

 

30. Juli: "Grey"-Schießerei fordert Todesopfer

Im „Grey“ stirbt am frühen Morgen Ramazan Ö. durch Schüsse aus einem Sturmgewehr. Der Täter Rozaba S. will in dieser Nacht nach einem Streit mit seinem Schwager, damals der Betriebsleiter der Disco, Rache nehmen. Er bewaffnet sich zuhause mit dem Gewehr des Typs M16 und kehrt zum Club zurück.

Bild: Oliver Hanser

In und vor dem Gebäude feuert er mindestens 24 Mal, tötet den 50-jährigen Türsteher und verletzt fünf Personen schwer. Ein Polizist schießt zwei Mal auf den Täter, der kurz darauf im Krankenhaus stirbt. Die Autopsie ergibt, dass der 34-Jährige unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand. Wie er an die illegale Waffe gelangt ist, ist bis heute nicht geklärt.

 

8. August: Flugzeug stürzt vor der Mainau ab

In Zürich startet ein Kleinflugzeug mit zwei Menschen an Bord. Das Ziel des Schweizer Ehepaars im Cockpit ist Hamburg, doch kurz nach dem Start stürzt die Maschine vor Litzelstetten in den Bodensee. Die beiden Insassen, der 74-jährige Pilot und seine 75-jährige Frau, sterben bei dem Absturz der Propellermaschine vom Typ Piper Malibu.

Bild: Daniel Schottmüller

Das Wrack sinkt nahe der Insel Mainau etwa 60 Meter tief und wenige Tage später wird das völlig zerstörte Flugzeug samt weiteren Wrackteilen vom Grund des Bodensees geborgen. Ein Ermittlungsbericht, der auch zur Ursache des Absturzes Aufschluss gibt, ist bisher nicht veröffentlicht worden.

 

14. September: Morddrohung führt zu Großeinsatz

Zahlreiche Anwohner beobachten in der Schottenstraße einen Großeinsatz der Polizei – rund 40 Beamte sind daran beteiligt. Spezialeinsatzkräfte sind ausgerückt, nachdem ein Mann seiner ehemaligen Lebensgefährtin am Telefon gedroht hat, sie zu töten. Als sich die 38-Jährige daraufhin an die Polizei wendet, erkennt diese den Ernst der Lage sofort.

Einsatz an der Kreuzung Schotten-/Wallgutstraße: 40 Polizeikräfte waren an der Festnahme eines 41-Jährigen in der Altstadt beteiligt. Bild:
Bild: Aurelia Scherrer

Denn schnell steht fest: Der Tatverdächtige hat bereits Gewaltdelikte begangen und ist daher bei der Polizei kein Unbekannter. Die Fahndung nach dem Mann wird eingeleitet und innerhalb kürzester Zeit erfolgreich. Der 41-Jährige wird in seiner Wohnung in der Konstanzer Altstadt verhaftet.

 

22. Oktober: Auto rast in Schaufenster

Zu schnell auf regennasser Fahrbahn unterwegs – das ist laut Polizei die Ursache für einen Unfall mit rund 70.000 Euro Schaden. Ein 22-jähriger Autofahrer verliert auf der Bodanstraße die Kontrolle über seinen hochmotorisierten Wagen und schleudert über einen Gehweg geradewegs in eine Schaufensterscheibe.

Nichts geht mehr: Rund 70000 Euro Schaden sind bei diesem Unfall auf der Bodanstraße entstanden.
Bild: Oliver Hanser

Zwei Fußgänger springen noch zur Seite und kommen mit leichten Verletzungen davon – genau wie der junge Schweizer, der hinter dem Steuer saß. Die Rettungsarbeiten werden von einem Gaffer, der aus dem Auto die Geschehnisse vor Ort filmt und fotografiert, massiv gestört. Polizeibeamte nehmen den uneinsichtigen Mann mit zur Wache.

 

8. November: Polizei findet 3000 Ecstasy-Pillen

Bei einem jungen Mann klicken die Handschellen. Längere Zeit hat die Polizei einen 23-Jährigen wegen des Verdachts des Drogenhandels beobachtet und schließlich stehen die Beamten zur Wohnungsdurchsuchung vor seiner Tür. Sie finden zwar zuerst kein Rauschgift – aber mehrere Schlüssel. Einer davon öffnet den Fahndern eine Tiefgarage in Konstanz-Petershausen, in der ein Roller untergestellt ist.

Symbolbild | Bild: Martin Schutt/dpa

Mit einem anderen Schlüssel lässt sich das Helmfach aufschließen und darin finden sie etwa 3000 Ecstasy-Pillen. Das zuständige Amtsgericht erlässt daraufhin einen Haftbefehl gegen den Mann, der seit diesem Tag in Untersuchungshaft sitzt.

 

19. Dezember: Wohnhaus brennt im Königsbau

Um zwei Uhr nachts rückt die Feuerwehr zu einem Brand im Stockackerweg aus. Aus dem Erdgeschoss des Mehrparteienhauses schlagen bereits Flammen und starker Rauch. Die Bewohnerin dieser Wohnung ist nicht zuhause. Die 16 weiteren Bewohner können sich rechtzeitig ins Freie retten.

Bild: Lars Heilmann - Feuerwehr Konstanz

Eine baldige Rückkehr in ihre Wohnungen ist allerdings nicht möglich: Der Schaden liegt zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Der erste Stock ist stark beschädigt und das Erdgeschoss vollständig ausgebrannt. Sogar die Wasser- und Heizungsrohre sind durch die Hitze geschmolzen. Die Ursache für das Feuer ist derzeit noch nicht ermittelt.