Die Hürden für den künftigen Ausrichter des Konstanzer Weihnachtsmarkts sind hoch, zu hoch für möglicheneue Betreiber. Die Vorgaben im Bieter-Wettbewerb lassen durchblicken, dass die Stadt den Markt nach 2021 am liebsten selbst oder durch die teil-städtischeMarketing und Tourismus GmbH organisieren will. Und bis dahin am liebsten auf die langjährigen Macher Familie Stracke setzen würde.

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Schon die Ausschreibung für lediglich zwei Jahre und der doch recht

kurze Zeitraum zwischen Veröffentlichung und Abgabefrist Mitte Februar dürften neue Gesichter abschrecken. Aus unternehmerischen und organisatorischen Gründen schafft eine zweimalige Ausrichtung zu wenig Planungssicherheit gegenüber dem wirtschaftlichen Risiko. Wer wollte über zwei Jahre Weihnachtsmarkt nachdenken und diesen planen, wenn er nicht weiß, was im dritten Jahr passiert?

Sind die Weihnachtsmarkt-Besucher bereit für Soja-Schnetzel in den Schupfnudeln?

Verstärkt wird das Risiko durch weitere Vorgaben. Als Beispiel dient jene nach einem Angebot von 50 Prozent fleischloser Kost. Freiwillige Versuche einer Ausweitung der vegetarischen und veganen Gerichte hat es vor wenigen Jahren schon einmal gegeben – mit mäßigem Erfolg für die Standbetreiber.

Das gesellschaftliche Denken mag sich geändert haben, zumal in Zeiten der allgemeinen und speziell Konstanzerischen Aufmerksamkeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Doch die Händler in den Ständen werden sich gut überlegen, ob ihre Kunden – und um nichts anderes geht es ihnen – bereit sind für Soja-Schnetzel in den Schupfnudeln oder Tofu-Bratlinge im Brötchen.