Der Appell klingt dringend: „Bitte nicht alle auf einmal anrufen, sonst stürzt wieder unser Server ab.“ So schreiben es die Pampanin-Chefs auf Facebook und es klingt schon ein wenig, als hätten hier zwei Eismacher-Profis mal fix die Qualifikation gewechselt.

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Die Chefs beugen sich über den Rechner

So ist es wohl auch. In der Eisdiele, normalerweise belagert von eishungrigen Kunden, herrscht ungewohnte Ruhe. An einem Sitzplatz in einer Ecke beugt sich Ticiano Pampanin über den Rechner. Nein, er habe jetzt überhaupt keine Zeit, schon gar nicht, um Fragen zu beantworten.

Bild: Wagner, Claudia

Dann geht der Server in die Knie

Vor wenigen Minuten ist nämlich der Server zusammen gebrochen. Ticiano und Romano Pampanin wollen einen Bestell- und Bringservice für Eiscreme anbieten. Wegen der Corona-Verordnung ist ein Verkauf von Speiseeis über die Theke ausgeschlossen. „Aber ein Lieferservice ist gestattet“, erläutert Romano Pampanin, der doch kurz Zeit findet. Ein Lieferwagen steht bereit und die Eisdiele hat Styroporboxen besorgt, um Vanille, Stracciatella, Haselnuss, Schokolade und Banane ausreichend kalt zu halten.

„Es ist nicht so einfach“

„Wir versuchen, das zu organisieren, aber es ist nicht so einfach“, sagt Pampanin und blickt verzweifelt in Richtung Eis-Theke: dort wenigstens kennt er sich aus. „Der neue Web-Shop, den wir eingerichtet haben, war völlig überlastet und dem Ansturm von mehr als 10.000 Zugriffen nicht gewachsen.“

Nun soll jemand eine professionelle Software installieren, damit lesen, anrufen, bestellen, geliefert bekommen in rascher Folge klappt.

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Große Nachfrage nach Eis

Mit der Nachfrage ist alles in Ordnung: Die Zugriffszahlen sprechen für sich. Einige Facebook-Nutzer reagieren sofort auf das Angebot. Sie hätten versucht anzurufen, doch bei Pampanin sei dauerbesetzt, schreiben sie. Auch das soll besser werden, hofft Pampanin. Die ersten Ausfahrten mit Eis hat Romano Pampanin aber schon erledigt – sehr zur Freude der Kunden, wie er sagt.

Gut für Kunden und das Geschäft

„Wir mussten nach einer Woche Betrieb gleich wieder schließen, das ist ganz schlecht zu Beginn der Saison“, berichtet er. Wenn der Lieferdienst nun funktioniere, sei das gut für die Kunden und fürs Geschäft.

„Ab jetzt bringen wir die kleine gute Laune am Tag“, sagt er und schmunzelt schon wieder trotz des Stresses und der IT-Probleme.