An der nordwestlichen Rampe, die zur Schänzlebrücke hinaufführt, sind Asphaltschäden aufgetreten, die sich für den Autofahrer als Unebenheiten bemerkbar machen. Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hatte im Juni festgestellt, dass Wasser in den Asphalt eingedrungen war und durch die Feuchtigkeit Blasen entstanden waren.

Das RP hat daher aus Sicherheitsgründen an der Auffahrt Tempo 30 verordnet, bis die Ursache geklärt ist und die Schäden behoben werden können. Seither ist allerdings wenig passiert.

Sommerferien sorgen für Verzögerung

Und das hat seine Gründe: Zunächst müsse die Ursache der Blasenbildung ermittelt werden, sagt Matthias Henrich, Pressesprecher des Regierungspräsidiums. Dazu werde ein Ingenieurbüro gesucht, das die Ursache für die Schäden erforschen soll.

In der Sommerpause werde die Suche nach einem Ingenieurbüro ohnehin keine Chance haben, sagt Henrich, die Fachleute seien derzeit völlig ausgebucht. Die Ingenieure haben den Auftrag, einen Katalog zu erstellen, was genau gemacht werden muss, um die Rampe zu sanieren. Erst dann können die Arbeiten ausgeschrieben und an Baufirmen vergeben werden.

Vollsperrung wird ausgeschlossen

Im Moment kann man über die Ursache der Schäden lediglich spekulieren. Denkbar seien reine Asphaltschäden. Möglich ist auch, dass das Wasser tiefer eingedrungen ist, dann müsste man die Rampe sanieren, was umfangreicher und teurer wäre. Eine Vollsperrung der Brücke für die Sanierung könne er jedoch ausschließen, berichtet Henrich.

Bleibt die Frage nach dem Zeitplan für die Sanierung. Eine ganze Weile werden die Autofahrer Tempo 30 auf der Auffahrt zur Schänzlebrücke akzeptieren müssen. Im besten Falle könnten die Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2019 beginnen.

Priorität hätten derzeit andere Brücken und Straßen, die stärker beschädigt seien, so Henrich. Die Sicherheit – und das ist nach dem Brückenunglück von Genua nicht unwichtig – sei jedoch gewährleistet und werde regelmäßig von der Straßenmeisterei überprüft.