Von den Zahlen ist die Stadtverwaltung selbst überrascht. Seit das Bürgeramt weitere Blitzer im Stadtgebiet aufstellen ließ, schnellten die gemessenen Verstöße in die Höhe. Und das, obwohl die Radaranlage auf der Schänzlebrücke noch nicht stand. Ab 28. August soll sich das ändern, erklärte das städtische Presseamt auf Anfrage. Dann erhält auch die Strecke, auf der gefühlt überdurchschnittlich viele Autofahrer zu schnell fahren, einen Blitzer.

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Die ursprünglich im Juli geplante Installation des Blitzers auf der Schänzlebrücke habe sich aufgrund von Produktionsengpässen beim beauftragten Unternehmen verzögert, erläuterte Pressesprecher Walter Rügert auf Nachfrage. Diese Anlage ist die vorerst letzte einer Gesamtplanung.

Damit sei ein beschlossenes Konzept zur Geschwindigkeitsüberwachung in der Stadt zunächst abgeschlossen. Ob es einmal doch noch weitere Blitzer geben wird, hänge vom Verhalten der Autofahrer ab. Die Stadtverwaltung hoffe auf deren Vernunft, Tempolimits zugunsten einer höheren Verkehrssicherheit einzuhalten. Einher geht die Umsetzung des Lärmaktionsplans. So ist für weitere Strecken Tempo 30 geplant.

Seit Januar hat das Bürgeramt 18.000 Mal ein Knöllchen ausgestellt. So oft sind Verkehrsteilnehmer zu schnell auf Konstanzer Straßen unterwegs gewesen, mit dem weiteren Blitzer wird die Zahl nochmals steigen.

Bereits nach der Aufstellung der ersten Radaranlagen im Stadtgebiet im Dezember 2017 war das Bürgeramt verblüfft: 3000 Verstöße gegen das Tempolimit zählten die Mitarbeiter. Das durchschnittliche Bußgeld betrage 16 Euro. Als der Gemeinderat im September 2016 die Aufstellung der Anlagen beschloss, lag eine Zahl von 1500 Überschreitungen im Monat als Anhaltspunkt zugrunde.