Konstanz Die Posse um den Vertrag des Konstanzer Theater-Intendanten Christoph Nix

Der Kontrakt des Theater-Intendanten läuft 2020 aus. Es gibt Gerüchte um eine eventuelle Verlängerung - oder auch nicht.

Drei Jahre läuft sein Vertrag noch. Und doch geistern Gerüchte durch die Gassen, dass Theater-Intendant Christoph Nix vorzeitig um ein Jahr verlängern, seinen Ruhestand dementsprechend um ein Jahr nach hinten verschieben würde. Die Schauspieler Laura Lippmann und Georg Mehlich wurden in den Gemeinderatsfraktionen vorstellig, um die Stimmung abzuklopfen. "Das war unsere Idee, nach dem Herr Nix seine Bereitschaft signalisiert hat, weitermachen zu wollen, wenn die Stadt es denn auch wolle", erklärte am Donnerstag Georg Mehlich und tritt damit Vorwürfen entgegen, der Intendant habe seine Leute vorgeschickt, "weil er zu feige ist", wie ein Gemeinderat sagte.

"Wenn Herr Nix eines nicht ist, dann feige", so Mehlich weiter. "Dieser Vorwurf ist geradezu absurd." Kultur-Bürgermeister Andreas Osner erklärte gegenüber dem SÜDKURIER: "Die Frage stellt sich nicht, weil niemand einen Antrag gestellt hat." Nach jetzigem Stand der Dinge "wird unser super Intendant Christoph Nix nach dem Ablauf seines regulären Vertrages in den wohlverdienten Ruhestand gehen". Wäre eine Vertragsverlängerung der innigste Wunsch der Räte, "hätten sie ja längst etwas sagen oder anfragen können. Aber mir hat niemand etwas gesagt".

Für Nix selbst würde ein weiteres Jahr Sinn ergeben, "auch wenn ich nicht betteln gehen möchte", wie er es ausdrückt: 2020 plant er eines der größten Projekte seiner Amtszeit, bei dem die drei Anrainerstaaten auf dem See theatralisch vereint werden sollen. Da jedoch im Jahr seines Abschiedes bereits der Nachfolger eingearbeitet werden muss, wäre die Umsetzung dieses Mammutprojekts mehr als fraglich, zumal das Theater gerade eben erst mit der Durchführung der Landes-Theatertage 2019 beauftragt wurde. Christoph Nix lässt in dieser Causa durch seinen Referenten Daniel Morgenroth folgende Mitteilung ausrichten: "Aufgrund des enormen Planungsaufwandes wäre eine zeitliche Folge 2019 und 2020 für unser Haus schwer zu schaffen. Viel wichtiger aber ist, dass es medial sehr viel klüger ist, diese Ereignisse zu entzerren, um diese medial voll zu kapitalisieren. Sollten beide Projekte in kurzer Folge stattfinden, würden sie nicht nur medial verschwimmen, sondern sicher auch qualitativ leiden. Es ist fraglich, ob wir dann beide Projekte durchführen können. Da die Planungen schon laufen, ist eine Entscheidung über eine Verlängerung für uns in naher Zukunft wichtig, damit wir disponieren können. Wir würden uns freuen, wenn wir mit beiden Projekten Konstanz zum Strahlen bringen könnten."

Die Schauspieler sprachen sich laut Gerd Mehlich intern einstimmig für einen Verbleib des Intendanten aus. "Natürlich hätten wir dann ein Jahr mehr Arbeit auf dem harten Markt. Doch wichtiger ist es, die hervorragende und erfolgreiche Arbeit fortzuführen."

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