Der "Tatort" ist schuld.

Nicht allein, aber die Krimiserie soll dazu beitragen, an welchen Orten sich Menschen unwohl fühlten, vor denen sie gar Angst hätten. Bernd Schmidt, Sprecher der Polizei Konstanz, erklärt: "So genannte Angsträume sind grundsätzlich sehr subjektive Wahrnehmungen, die teilweise vermischt werden mit angelernten Informationen."

Als Beispiel nennt er Tiefgaragen oder Unterführungen. "Sie gelten schon wegen dem Sonntagabend-Tatort als unsicher, ohne dass dies durch Straftatenhäufungen belegt werden kann."

Was der Sprecher der Polizei über das Thema Angsträume sagt

Bild: Rau, Jörg-Peter

Das subjektive Sicherheitsgefühl sei sehr stark abhängig von Alter und Geschlecht. "Ältere Menschen fühlen sich insgesamt unsicherer als Jüngere", führt Schmidt beispielhaft an. Wenn in Konstanz Personen bestimmte Bereiche melden, an denen sie sich unsicher fühlen, so geschehe das meist in direktem Zusammenhang mit einer konkreten Strafanzeige.

"Daraus lässt sich aber nicht ableiten, ob das für andere Menschen auch gilt. Häufig ist es so, dass mitgeteilte Angsträume gerade keine objektiv darstellbaren Gefahren bestätigen", fasst Schmidt zusammen.

 

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