Die AfD tritt bei den Kommunalwahlen nicht mit einer Konstanzer Liste an, es gibt allerdings zehn Kandidaten für den Kreistag. Das bestätigt Walter Schwaebsch, Sprecher des AfD Kreisverbandes Konstanz, in einer E-Mail auf SÜDKURIER-Anfrage:

„Die AfD Konstanz hat entschieden, den Schwerpunkt bei den Kommunalwahlen auf den Kreistag zu legen, da wir dort auf die Politik der Region am effizientesten einwirken können.“

Einer der AfD-Kreistagskandidaten ist Thomas Mayer. Er verweist darauf, dass die Kreistagswahlen auch ein Teil der Kommunalwahlen seien. „Eine Liste für den Gemeinderat Konstanz, Radolfzell und Singen wird es dieses Jahr nicht geben“, räumt er ein.

Warum hat es die Partei nicht geschafft, eine Kandidatenliste für Konstanz aufzustellen? „Die AfD ist eine noch recht junge Partei, bei der die Mitglieder im Arbeitsprozess fest verankert sind“, schreibt Mayer. Auch die Mitgliederzahlen seien nicht mit jenen der CDU zu vergleichen. „Daher ist es derzeit leider nicht möglich, flächendeckend in allen größeren Gemeinden nebenberuflich anzutreten, obwohl der Bedarf sicherlich gegeben wäre“, so Mayer.

In der größten Stadt am Bodensee will sie jedenfalls nicht in den Wahlkampf mit den anderen Parteien treten.

Wir haben bei den Ratsfraktionen nachgefragt, was sie davon halten und was der Verzicht der AfD für die Konstanzer Kommunalpolitik bedeuten könnte

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