Kommende Woche sollen die ersten Flüchtlinge in die umgebaute Dettinger Tennis- und Squashhalle einziehen. Dies berichtete Ortsvorsteher Roger Tscheulin dem Ortschaftsrat von Dettingen-Wallhausen in dessen jüngster Sitzung. Voraussichtlich am Donnerstag, 28. Januar, werden die ersten Asylbewerber einziehen.

Tscheulin erinnerte daran, dass alle Angaben unter einem gewissen Vorbehalt stünden. Selbst das Landratsamt erfahre erst am Tag vor deren Eintreffen die genaue Anzahl und die Nationalität der Menschen. Nach aktuellem Kenntnisstand sind es 54 Personen. Sie sollen aus dem Irak und aus Syrien stammen. Soweit derzeit bekannt, dürften es überwiegend Familien sein.

Damit würde sich ein vielfach geäußerter Wunsch der Dettinger erfüllen. Zwischenzeitlich waren Landratsamt und Einwohner davon ausgegangen, dass ausschließlich Männer in der Halle untergebracht werden. Die „Initiative für die bessere Unterbringung von bis zu 120 Flüchtlingen“ hatte unter anderem eine Familienunterkunft gefordert, auch weil die Unterkunft beim Neubaugebiet Schmidtenbühl Nord liegt, in das vorwiegend Familien ziehen. Auch hatte sich der Tennisclub Dettingen-Wallhausen, dessen Plätze und Vereinsheim in unmittelbarer Nachbarschaft liegen, ein Integrationsangebot für Kinder ausgedacht.

Der Ortsvorsteher berichtete weiter, dass in die Halle vorerst maximal einhundert Flüchtlinge einziehen. „Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen und werden weitergeführt“, erläuterte er. Voraussichtlich im März sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Waschmaschinen, Trockner und Herde seien installiert und die Betten aufgestellt. Kommende Woche nehmen auch ein Heimleiter, ein Hausmeister, eine Sekretariatskraft und die Sicherheitsleute ihre Arbeit auf. Dazu komme noch ein Sozialarbeiter. Pro 100 Flüchtlinge sei eine Stelle eingeplant, erklärte Roger Tscheulin. Zwischen Helferkreis und Ortsverwaltung gebe es einen stetigen Informationsaustausch, sodass den Flüchtlingen ein Integrationsangebot gemacht werden könne. Räume im Rathaus und dem alten Schulgebäude könnten die ehrenamtlichen Helfer kostenlos nutzen, versprach der Ortsvorsteher.