Konstanz Dem Geheimnis der Aachhöhle auf der Spur

Um die Aachhöhle zwischen Engen und Stockach ranken sich viele Geschichten. Eine neue Ausstellung im Bodensee-Naturmuseum geht auf Spurensuche

Enge Kiste: Wer die Aachhöhle erkunden will, darf keine Platzangst haben. In der neuen Ausstellung im Bodensee-Naturmuseum lässt sich die Höhle bequemer besichtigen.
Enge Kiste: Wer die Aachhöhle erkunden will, darf keine Platzangst haben. In der neuen Ausstellung im Bodensee-Naturmuseum lässt sich die Höhle bequemer besichtigen. | Bild: Bild: Rindt

Konstanz (bp) Die Donau versickert an einigen Stellen in der schwäbischen Alb im Boden und fließt durch ein unterirdisches Höhlensystem, das Taucher seit Jahrzehnten erforschen. Sie sind bisher noch auf kein Ende der Gänge gestoßen, haben sich aber als Ziel gesetzt, einen größeren Hohlraum zu finden. Jetzt begibt sich auch das Konstanzer Bodensee-Naturmuseum im Sea Life Centre auf Spurensuche. Mit der Sonderausstellung „Expedition Aachhöhle – die Erforschung Deutschlands größter Karstquelle“ sollen unter anderem die Ursachen der Donauversickerung erklärt werden. Zudem dokumentiert die Schau, was Höhlenforscher über die Aachhöhle und die Aachquelle sowie ihre Gesteine und Tiere herausgefunden haben. Unterstützt wurde der Aufbau der Ausstellung von den „Freunden der Aachhöhle e.V.“

Wie mühselig die Forschungen vorangehen, wird in der Ausstellung umfassend erklärt. Zahlreiche Bilder und erläuternde Texte gewähren einen tiefen Einblick in die gefährliche Welt der Höhlentaucher, die ständig mit Strömungen, einem knappen Luftvorrat und wenig Orientierungsmöglichkeiten zu kämpfen haben. Bereits zwei Menschen sind in der Aachhöhle tödlich verunglückt. Lothar Dietrich von den Freunden der Aachhöhle meint deshalb: „Höhlenforschen ist Gruppensache.“ Viele Muscheln, Steine und Fossilien aus der Höhle runden die Sonderausstellung ab.

Über das Phänomen der versickernden Donau drehten ZDF und arte im Jahr 2009 einen Film mit dem Namen „Die schwarze Donau – ein Fluss verschwindet“ gedreht. Auch er ist in der Ausstellung zu sehen.

Das Naturmuseum präsentiert zusätzlich ein umfangreiches Rahmenprogramm, das aus Vorträgen und Führungen, aber auch aus Aktionen für Familien und Grundschulen besteht.

Die Ausstellung ist bis zum 11. September von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 2 Euro (ermäßigt 1 Euro). Für manche Angebote des Rahmenprogramms sind Zuschläge von bis zu 5 Euro fällig.

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