Im Stadtteil Dettingen gibt es aktuell zwei Stellen, an denen es nach Ansicht der SPD-Fraktion im Ortschaftsrat und der Ortsverwaltung zu gefährlichen Situationen kommt. Darüber hinaus haben die Sozialdemokraten einen kritischen Blick auf die Parksituation beim Dettinger Friedhof geworfen. Wir geben einen Überblick über aktuelle Problemfelder auf den Straßen:

Fall 1: In der Allensbacher Straße weichen Autofahrer auf den Gehweg aus

Der Abschnitt Allensbacher Straße zwischen den Einmündungen der Straße Am Berg und dem Gartenweg gilt bereits seit Längerem als kritisch, weil Autofahrer gerne auf Gehwege ausweichen.
Der Abschnitt Allensbacher Straße zwischen den Einmündungen der Straße Am Berg und dem Gartenweg gilt bereits seit Längerem als kritisch, weil Autofahrer gerne auf Gehwege ausweichen. | Bild: Nikolaj Schutzbach

Wie Ortsvorsteher Roger Tscheulin (CDU) berichtete, würden in der Allensbacher Straße oft Autos auf den Gehweg ausweichen. „Eine erhebliche Gefährdung für Fußgänger“, sagte er nachdrücklich. Anwohner und Fußgänger würden zunehmend und wiederholt darüber klagen. Dies geschehe vorwiegend beim Ausweichen – vor allem bei der Vorbeifahrt an parkenden Autos – mit entgegenkommenden Fahrzeugen.

„Durch den durchgehend tiefen Anschlag der Bordsteine wird dies ebenfalls begünstigt“, heißt es in der Sitzungsvorlage zum Ortschaftsrat. Parkplätze zu entfernen, ist laut Tscheulin keine Alternative, da dies den Verkehr beschleunigen würde. Außerdem werde Parkraum dringend benötigt.

Wäre eine Erhöhung der Bordsteinkante eine Option?

Dies gilt als relativ kostspielig. Außerdem gebe es viele Grundstückseinfahrten, sodass der gewünschte Effekt wohl kaum eintreten würde. Eine dritte Alternative wären Poller oder Leisten, die ein Befahren der Gehsteige verhindern oder erschweren. Dem entgegen stünden jedoch auch wieder die vielen Einfahrten. Den Leisten kann der Ortsvorsteher jedoch nichts abgewinnen. Als Möglichkeit sehe er nur, Poller aufzustellen und an einigen Stellen das Parken zu verbieten.

Beifall für Forderung nach 30er-Zone und Blitzern

„Alle Parkplätze weg, eine 30er-Zone auszeichnen und zwei Blitzer aufstellen“, lautete der Vorschlag von Daniel Späth (CDU). Dafür gab es spontanen und kräftigen Applaus aus dem Publikum. Von der Idee hielt seine Fraktionskollegin Helga Griesmeier nichts, denn Ortskundige würden nach den Blitzern sofort Gas geben.

Christian Broghammer (SPD) war überzeugt davon, dass es einfacher sei, die Geschwindigkeit in den Griff zu bekommen als das Überfahren der Bordsteinkanten zu verhindern. Das sah Alfred Reichle (SPD) ähnlich. Er schlug vor, dass in Kurvenbereichen das Parken unterbunden wird.

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Fall 2: Unübersichtliche Kurve in der Sommerbergstraße

An der Sommerbergstraße werden Autos gerne in der Kurve geparkt, was den Begegnungsverkehr eng und unübersichtlich macht.
An der Sommerbergstraße werden Autos gerne in der Kurve geparkt, was den Begegnungsverkehr eng und unübersichtlich macht. | Bild: Nikolaj Schutzbach

Kritisch sei es laut Alfred Reichle auch in der Sommerbergstraße. Nach seiner Beobachtung komme es an der Einmündung zum Gartenweg zu unübersichtlichem Begegnungsverkehr. Wenn im dortigen Kurvenbereich dicht geparkt wird, sei es an der steilen Strecke nur schwer möglich, einen Gegenverkehr rechtzeitig zu sehen. Die Sicht sei zudem durch hohes und dichtes Buschwerk eingeschränkt.

Wie können Parkverstöße geahndet werden?

Derzeit sei das dort kaum möglich. Rechtssicherheit könne durch Sperrflächen oder Parkverbote geschaffen werden. „Das würde ich offen lassen“, erklärte Reichle und erhielt Zustimmung von Kurt Demmler (CDU) und Andreas Schwabedissen (Freie Liste).

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Fall 3: Wohnmobil-Fahrer nutzen Friedhofsparkplatz als Dauerparker

Am Dettinger Friedhof stehen gerne Wohnmobile und Anhänger, was vermuten lässt, dass es sich um Dauerparker handelt.
Am Dettinger Friedhof stehen gerne Wohnmobile und Anhänger, was vermuten lässt, dass es sich um Dauerparker handelt. | Bild: Nikolaj Schutzbach

Der Parkplatz am Dettinger Friedhof erfüllt mehrere Funktionen. Er ist Park-und-Ride-Parkplatz, bietet Stellflächen für Friedhofsbesucher, für Betriebe, die Arbeiten auf dem Friedhof ausführen, und für Hundehalter und Ausflügler.

Wohnmobile, Anhänger oder Boote stehen dort aber ebenfalls

In den vergangenen Monaten habe er beobachten können, dass der Parkplatz als Dauerabstellplatz benutzt werde, berichtete Alfred Reichle. Bis zu vier Wohnmobile habe er gezählt, die seiner Beobachtung nach lange nicht bewegt würden. Wer sich so ein Fahrzeug leisten könne, könne auch einen geeigneten Unterstand oder Standplatz finden, erklärte Christoph Müller (Freie Liste).

Auch die Ortsverwaltung habe mehrfach Hinweise bekommen, berichtete Roger Tscheulin. So würden auch Anhänger und Boote dort abgestellt. Schließlich einigten sich die Räte darauf, die Beschilderung so zu ändern, dass Parken nur noch für Autos erlaubt ist. Eine Ausnahme gibt es nur für Friedhofsbeschicker.