Bessere Fahrt auf 1,5 Kilometern: Das nächste Teilstück der ausgebauten Bundesstraße 33 zwischen Konstanz und Radolfzell steht jetzt den Autofahrern zur Verfügung. Mitarbeiter der Straßenmeisterei räumten nach letzten Arbeiten an der neuen Nordfahrbahn am bisherigen Ende der Schnellstraße die Schilder beiseite und gaben damit die neue Straße für den Verkehr frei. Beim Knoten Allensbach-West folgt der Verkehr nun nicht mehr der alten Schnellstraßen-Abfahrt, sondern wird direkt durch die große neue Schneise im Wald geführt.

Verkehrsfreigabe des Abschnitts A der neuen Bundesstraße 33 bei Allensbach: Johann Csipai von der Firma Dieringer und Stark sowie Patric Pfaff und Horst Riedle von der Straßenmeisterei räumen nahe der Grünbrücke bei Markelfingen noch eine Warnbake beiseite, bevor die ersten Fahrzeuge auf die nördliche Fahrspur und dann auf den neuen Abschnitt wechseln können.
Verkehrsfreigabe des Abschnitts A der neuen Bundesstraße 33 bei Allensbach: Johann Csipai von der Firma Dieringer und Stark sowie Patric Pfaff und Horst Riedle von der Straßenmeisterei räumen nahe der Grünbrücke bei Markelfingen noch eine Warnbake beiseite, bevor die ersten Fahrzeuge auf die nördliche Fahrspur und dann auf den neuen Abschnitt wechseln können. | Bild: Jörg-Peter Rau

Der Bau ging unerwartet schnell voran, selbst am Montag dauerte es mit der Freigabe nicht wie angepeilt bis abends. Kurz bevor um 14.14 Uhr ein Lastwagen das Premieren-Fahrzeug darstellte, dankte Robert Kloker vom Regierungspräsidium Freiburg allen, die an der raschen Umsetzung mitgewirkt hätten: "Die Teams von Josef Bosch von der Arbeitsgemeinschaft Storz-Schleith, von Martin Wurstner von der Firma Dieringer und Stark sowie von Siegmar Moser von der Straßenmeisterei Radolfzell haben vorbildlich gearbeitet", sagte er. Nur mit viel Engagement und günstigem Wetter sei es möglich gewesen, die Nordfahrbahn mehrere Monate früher als geplant freizugeben.

Wenige Minuten später: Die ersten Fahrzeuge sind auf der neuen Strecke in Richtung Radolfzell unterwegs, kurz danach folgt auch der Gegenverkehr.
Wenige Minuten später: Die ersten Fahrzeuge sind auf der neuen Strecke in Richtung Radolfzell unterwegs, kurz danach folgt auch der Gegenverkehr. | Bild: Jörg-Peter Rau

Die südliche Fahrbahn, mit der das neue Teilstück dann endlich auch vierspurig wird, soll im Spätherbst so weit fertig sein, dass die Autos es nutzen können. Dann verschiebt sich das Ende der Ausbaustrecke tatsächlich um 1,5 Kilometer in Richtung Konstanz. Die nächste Etappe von weiteren zwei Kilometern könnte dann im Jahr 2020 folgen, so die Planer von der Neubauleitung Singen. Das Problem am nächsten Abschnitt, der intern mit B bezeichnet wird, ist: Er muss unter laufendem Verkehr errichtet werden.

Lastwagen prägen den Verkehr auf dem neuen B-33-Teilstück ab der ersten Minute mit. Immerhin: Seit 1. Juli müssen sie auch auf Bundesstraßen Maut bezahlen und tragen so zur Finanzierung von Straßenbauten stärker bei als Personenautos.
Lastwagen prägen den Verkehr auf dem neuen B-33-Teilstück ab der ersten Minute mit. Immerhin: Seit 1. Juli müssen sie auch auf Bundesstraßen Maut bezahlen und tragen so zur Finanzierung von Straßenbauten stärker bei als Personenautos. | Bild: Jörg-Peter Rau

Ein kurioses Detail am Rande gab es bei der Freigabe des neuen B-33-Teilstücks dann auch noch: Das erste Fahrzeug, das die neue Strecke befahren durfte, war ein Lastwagen der Spedition Dachser. Erst seit Sonntag, 1. Juli, müssen Lastwagen auch auf Bundesstraßen eine Maut bezahlen – damit trug der erste Nutzer gleich mit seiner Maut dazu bei, dass die Finanzierung des weiteren Ausbaus der Straße gesichert ist. Weit über 100 Millionen Euro werden dafür in den nächsten neun Jahren noch benötigt, unter anderem wegen dreier Tunnels.

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