Konstanz Das Konzept geht auf: Stadt und Polizei loben die Veranstaltungen des Schmotzigen Dunschtig

Positive Bilanz: Deutlich weniger körperliche Auseinandersetzungen und insgesamt ein friedliches Feiern. Die Polizei führt das auch auf die erhöhte Präsenz der Beamten zurück. Außerdem sei das Konzept, am Stephansplatz eine Jugendparty anzubieten gut angenommen worden, berichtet die Stadtverwaltung

Konstanz – Im großen und ganzen positiv fällt die Bilanz der Polizei zum fasnächtlichen Feiern am Schmotzigen Dunschtig aus. Ebenfalls zufrieden zeigte sich die Stadtverwaltung, die das aktuelle Veranstaltungskonzept als gelungen ansieht.

Fünf Mal sei es am Donnerstag zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, teilt die Polizei mit, fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Zwei Mal kam es zum Widerstand gegen Polizeibeamte, zwei Mal zu exhibitionistischen Handlungen.

Ein alkoholisierter 14-Jähriger war gegen Mittag am Stephansplatz gestürzt und wurde zu seinen Eltern gebracht. Ein ebenfalls alkoholisierter 23-Jähriger erhielt einen Platzverweis. Da er erneut auftauchte und Polizeibeamte beleidigte, wurde er in Gewahrsam genommen. Abends wurde ein 18-Jähriger, der sich aggressiv verhielt, ebenfalls in Gewahrsam genommen. Drei Personen hätten einen 24-Jährigen in der Wessenbergstraße bedrängt und ihm den Geldbeutel weggenommen, so die Pressemitteilung weiter. Er stellte die Verdächtigen und bekam den Geldbeutel zurück, das darin enthaltene Bargeld fehlte allerdings. Gegen einen 29-Jährigen wird wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt.

Die Polizei führt die relativ geringe Anzahl an Vorfällen auch auf eine erhöhte Präsenz von Beamten im Stadtgebiet zurück und auf das Sicherheitskonzept, das Polizei und Stadt erarbeiteten. Auch die Stadtverwaltung schreibt, dass aus ihrer Sicht das Veranstaltungskonzept aufgegangen sei. Ein wesentlicher Aspekt war, dass die Party der Jugendlichen erstmals am Stephansplatz stattfand. Auf der Marktstätte waren die Narrengruppen unterwegs und die älteren Feiernden. Xhavit Hyseni hat die Party mit seinen Nachtschwärmern organisiert – offenbar mit großem Erfolg. "Am Stephansplatz hatten wir lauter glückliche junge Menschen", berichtet Hyseni am Freitag. Zwar sei viel Alkohol getrunken worden, es habe aber keine gewalttätigen Auseinandersetzungen gegeben. "Zu Spitzenzeiten war der Platz voll mit etwa 4500 Personen", sagt er. Das Programm bestand aus Musik eines DJs und von Narrengruppen, die jeweils kurz vor der vollen Stunde auftraten, "so wollten wir den Spagat zwischen Jugendgeschmack und Brauchtum schaffen". Hyseni will das Konzept weiter entwickeln und 2019 eventuell durch Auftritte von Bands ergänzen.

Auch bei der Kinderklinik registrierte man erfreut, dass weniger jugendliche Feierfreudige wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden mussten. Wie Andrea Jagode, Pressesprecherin des Gesundheitsverbunds Kreis Konstanz, berichtet, wurden zwei Jungen und ein Mädchen behandelt. Die Jungen wiesen einen Alkoholgehalt von 1,7 und 1,8 Promille im Blut auf, das Mächen hatte 1,1 Promille. Alle konnten nach der Behandlung wieder nach Hause.

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