Mit der seit 25 Jahren andauernden Trennung soll endlich Schluss sein. Die Mitglieder der Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Dettingen-Dingelsdorf haben die Wiedervereinigung mit der DLRG Konstanz beschlossen. "Ich begrüße das", sagte Philipp Gärtner, Vorsitzender des DLRG-Bezirks Bodensee-Konstanz, auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Dieter Straub, der vor 45 Jahren den Stützpunkt in Wallhausen mitgegründet und die Abspaltung von den Konstanzern selbst miterlebt hatte, hätte die in Vergessenheit verbannte Geschichte gerne noch einmal aufgearbeitet. Da aber niemand auf das Thema einstieg, blieb es beim Versuch. Straub enthielt sich der Stimme, ebenso wie Ortsvorsteher Roger Tscheulin. "In mir schlagen zwei Herzen in der Brust", erläuterte dieser. Er finde es immer bedauerlich, wenn Einrichtungen in der Gemeinde wegbrechen. Aber er sei nicht wirklich gegen die Fusion und setzte darauf, dass hier weiter aktiv gearbeitet werde.

Dafür stehen die Zeichen gut. Das Rettungsboot soll weiter im Wallhauser Hafen stationiert bleiben. Es ist ein wichtiges Einsatzmittel für den Bereich Uferweg/Marienschlucht und den Überlinger See. Für das Strandbad Wallhausen soll ein Schlauchboot beschafft werden, mit dem die Wasserretter auch das Dingelsdorfer Strandbad am Klausenhorn schnell erreichen können. Bereits seit zwei Jahren arbeiten die Dettingen-Dingelsdorfer und Konstanzer bei der Ausbildung und bei Einsätzen sehr eng zusammen. "Die Ausbildung läuft hervorragend", urteilte der Vorsitzende Lars Iken. "Wir sind eine super Truppe", sagte Vorstandsmitglied Benjamin Kohler. Seit etwa anderthalb Jahren habe der Personalmangel stetig zugenommen, sagte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Wulst. Immer wieder verlassen junge und engagierte Mitglieder den Verein, da sie wegen des Studiums wegziehen.

Am Freitag, 20 April, 19 Uhr, versammelt sich die DLRG Konstanz. Wenn sie ebenfalls zustimmt, wird die Fusion zum 1. Januar 2019 vollzogen.