Das Konstanzer Münster bekommt Konkurrenz. Das Fahrgeschäft mit dem klingenden Namen "Booster Maxx" wird während der Frühjahrsmesse auf dem Döbele Besucher in eine Höhe von 55 Metern befördern können. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometer werden mutige Mitfahrer entweder herumgewirbelt oder können auch mal ganz gemütlich den Blick über Konstanz genießen.

Die Aussichtsplattform beim Münster hat mit gerade einmal 40 Metern Höhe für kurze Zeit das Nachsehen. "Normalerweise gibt es dieses Fahrgeschäft nur in den ganz großen Städten. Wir sind sehr froh es für Konstanz bekommen zu haben", sagt Heinz Gebauer, Organisator der Messe. Nach der Frühjahrsmesse in Konstanz wird der "Booster Maxx" weiter nach Stuttgart aufs Frühlingsfest ziehen. Die nächste Premiere ist ebenfalls nichts für schwache Gemüter: Bei einem weiteren Fahrgeschäft, welches ebenfalls zum ersten Mal in Konstanz dabei ist, werden die Besucher wie in einer überdimensional großen Bratpfanne durch die Luft geschwenkt.

Von Samstag, 1. April bis Sonntag, 9. April, ist jeder Zentimeter auf dem Döbele verplant. "Wir haben nur drei Tage für den Aufbau und es gibt sehr viel zu tun", sagt Gebauer. Neben den beiden neuen Fahrgeschäften wird es die beliebten Klassiker der Frühjahrsmesse geben: Kettenkarussell, Autoscooter, Geisterbahn und vieles mehr. Noch nie habe man so viele Fahrgeschäfte bei der Frühjahrsmesse dabei gehabt wie in diesem Jahr, so Gebauer.

Wie lange die Messe auf dem Döbele noch stattfinden kann, ist unklar. Für 2019 ist die schon lange geplante Bebauung des Döbele-Areals angesetzt. Hier soll ein neues Wohnquartier entstehen. Wenn also auf dem Döbele die Bagger anrollen, muss die Frühjahrsmesse weichen. "Wir haben noch keine definitive Aussage bekommen, wann hier gebaut wird", sagt Heinz Gebauer. Als alternativen Standort hofft er auf das Areal Klein Venedig, welches allerdings erst erschlossen werden müsste, um ihn wie das Döbele bespielen zu können. Es fehlen ein Wasser- und Stromanschluss und auch der Untergrund sei nicht gerade ideal, so Gebauer. "Das alles extern zu organisieren ist aufwendig und sehr teuer." Neben den fehlenden Anschlüssen müsste auch die Frage nach dem Sicherheitskonzept für Veranstaltungen auf Klein Venedigt geklärt werden. Vor allem die Unterführung an der Marktstätte stelle ein großes Risiko dar, wie Walter Rügert, Sprecher der Stadt Konstanz mitteilt.

Dass die Konstanzer an der Frühjahrsmesse hängen kann Heinz Gebauer bestätigen. Jedes Jahr kämen mehr Menschen aufs Döbele, berichtet er. Vor allem die Kindertage, in diesem Jahr am Mittwoch, 5. und Donnerstag, 6. April, mit ermäßigten Fahrpreis, werden in der Bevölkerung gut angenommen. "Aus diesem Grund hoffen wir, dass die Stadt Konstanz sich einen neuen Festplatz leistet, auch wenn das Döbele dann weg ist", sagt Gebauer.

Parken auf dem Döbele

  • Während der Messe ist das Parken auf dem Döbeleplatz nicht möglich. Die Stadtverwaltung Konstanz weist darauf hin, dass die Bewohner mit dem Bewohnerparkausweis II, VI und VII in dieser Zeit auf den Parkplätzen innerhalb des ihnen zugewiesenen Bewohnerparkgebietes entsprechend der Beschilderung parken können.
  • Die Öffnungszeiten der Frühjahrsmesse sind täglich von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 22 Uhr.