Ausnahmezustand vor dem Lago: Etwa 3500 Menschen sammelten sich am Mittwochmittag auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum in der Bodanstraße, nachdem dieses wegen eines brennenden Müllcontainers vorsichtshalber evakuiert wurde. Verletzt wurde niemand, ein Schaden entstand nicht.

Um 12.09 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des Lago aus. Zusätzlich alarmierte ein Mitarbeiter die Feuerwehr über die starke Rauchentwicklung.

Die Feuerwehr rückte mit 22 Einsatzkräften aus. Aus Sicherheitsgründen wurde das Lago Center komplett geräumt, da eine Ausbreitung des Brandrauches zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, erklärt der Pressesprecher der Feuerwehr Konstanz, Felix Graf. Die Evakuierung verlief weitgehend ruhig. "Wir sind froh, dass alle so vernünftig gehandelt haben", so Lago-Chef Peter Herrmann. Es war das erste Mal, dass das Einkaufszentrum geräumt werden musste. Während die Kunden und Mitarbeiter der Geschäfte auf dem Platz warteten, entschied sich die Feuerwehr, den Container aus der Tiefgarage abzutransportieren, um mögliche Glutnester vollständig abzulöschen. Doch dazu brauchte es Platz. So rückte ein Fahrzeug der Entsorgungsbetriebe an und transportierte unter Aufsicht der Feuerwehr den noch rauchenden Behälter durch die Stadt Richtung Industriegebiet - auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe wurde der Müll dann komplett abgelöscht.

Die Brandursache ist unterdessen noch unklar. "Wir haben ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept", erklärt Herrmann. Konkret heißt das: Im gesamten Gebäude gibt es über 500 Rauch- und Brandmelder, die direkt mit der Einsatzzentrale der Feuerwehr verbunden sind. Brandschutzbeauftragte des hauseigenen Personals sowieder die der Einkaufsgeschäfte koordinieren im Notfall die Abläufe. Sollte es tatsächlich einmal brennen, gibt es über 5000 Sprinklerköpfe im Gebäude. Einmal pro Woche würde die gesamte Sicherheitsanlage im Lago überprüft, so Herrmann.